So war 2005
Deutschlands Flotte erobert die Weltmeere

Eine uralte Branche blühte 2005 wieder auf: die Schiffahrt. Und die deutschen Reedereien wachsen weiter. Denn was nicht mehr in Deutschland produziert wird, muss aus der Ferne herbeigeschafft werden.

HB HAMBURG. Zum Jahresende fahren rund 2 700 Schiffe unter der Kontrolle deutscher Reedereien, wie der Verband Deutscher Reeder mitteilte. Das sind rund 300 Schiffe mehr als vor einem Jahr. Der Welthandel ist der Wachstumsmotor der Branche: 6,2 Prozent betrug die Zunahme der Tonnage bis Mitte 2005 nach Zahlen der Reeder. 2006 erwarten die See-Transporteure ähnliche Wachstumsraten.

Ein Ende des Booms ist nicht abzusehen: Im laufenden Jahr haben die Reeder 289 neue Schiffe bestellt. Insgesamt liegt ihr Auftragsbestand bei 677 Schiffen im Wert von 23 Mrd. Euro. Deutschland ist damit nach Griechenland und Japan die drittgrößte Schifffahrtsnation. Nur gebaut werden die Schiffe nicht in Deutschland, sondern in Korea, Japan und China.

Nach Schiffsgröße gesehen stellen Öltanker und Massengutfrachter (Getreide, Erze) nach wie vor den größten Anteil der Welt-Schiffsflotte mit 39 beziehungsweise 12 Prozent. In diesem Segment sind deutsche Reeder kaum vertreten.

Führend sind die Deutschen aber mit 33 Prozent bei den Containerschiffen. Die sind zwar nicht ganz so groß wie die gigantischen Öltanker - aber ihre Fracht ist wertvoller. Ein vollbeladenes Containerschiff der größten Klasse kann Waren im Wert von bis zu einer Milliarde Euro an Bord haben: Computer, Fernseher, Handys und alle die anderen Waren, die aus Fabriken in China, Taiwan oder Japan nach Europa strömen. Dass der Handel von Europa nach Asien lange nicht so groß ist, gehört zu den größten Probleme der Reeder: Ihre Schiffe fahren oft halbbeladen oder mit leeren Containern in Richtung Süden - und für Leerfahrten zahlen die Kunden nicht.

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