So war 2005
Katerstimmung bei den Spritfressern

Während General Motors und Ford 2005 wohl am liebsten aus ihren Kalendern tilgen würden, können die deutschen Autobauer zum Jahresende voller Genuss den Sekt aufmachen. Die Talsohle scheint durchschritten. Doch die wahren Gewinner sitzen in Asien.

HB NEW YORK. Für die beiden amerikanischen Branchenführer General Motors (GM) und Ford war 2005 ein Krisenjahr mit Milliardenverlusten im heimischen Markt, schrumpfenden Verkaufs- und Marktanteilzahlen, Kurseinbrüchen und Herabstufungen der Kredit-Ratings. Sie litten vor allem unter dem Verkaufseinbruch großer Geländewagen und Pickups, die wegen der stark gestiegenen Treibstoffpreise katastrophale Absatzverluste verbuchten. Hinzu kamen hohe Tarif-, Betriebsrenten- und Krankenversicherungskosten sowie die immer erfolgreicheren Konkurrenten aus Fernost, die mit gefragten neuen Modellen aufwarteten.

Die zu Daimler-Chrysler gehörende Chrysler Group verbucht hingegen wieder solide Gewinne und hat den US-Absatz leicht gesteigert, nachdem der als Konzernchef nach Stuttgart gewechselte Chrysler-Chef Dieter Zetsche den Umschwung mit neuen Modellen und Sparmaßnahmen geschafft hatte. Der US-Gesamtabsatz von GM, Ford und Chrysler fiel in den ersten elf Monaten dieses Jahres um etwa zwei Prozent auf 8,85 Mill. Autos.

Die deutschen Anbieter BMW, Audi und Porsche haben in den ersten elf Monaten 2005 zugelegt, und Mercedes-Benz hat sich einigermaßen behauptet. Dagegen gab es bei Volkswagen erneut starke Rückschläge, doch hat sich der US-Absatz der Wolfsburger gegen Jahresende dank neuer Jetta- und Passat-Modelle gefangen. Die deutschen Anbieter haben in den ersten elf Monaten insgesamt 772 523 Autos in den USA ausgeliefert oder 2,8 Prozent weniger als in der Vorjahreszeit. Mit einem kräftigen Endspurt im Dezember könnten sie möglicherweise noch an das Vorjahresergebnis von 883 000 Autos herankommen.

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