Solar Impulse 2 auf dem Weg nach Kalifornien
Solarflieger kommt ins Silicon Valley

Der Schweizer Solarflieger Solar Impulse 2 kommt ins Land der Teslas. Am Samstag wird er auf seiner Weltumrundung in Kalifornien einen Zwischenstopp machen.

HonululuHonolulu (dpa) - Der Schweizer Sonnenflieger „Solar Impulse 2“ hat am Freitagmittag die Hälfte der rund 4000 Kilometer langen Strecke zwischen Hawaii und Kalifornien absolviert. Das nur mit Sonnenenergie angetriebene Flugzeug war am Donnerstag auf der Pazifikinsel zur neunten Etappe seiner Erdumrundung gestartet, am Samstagabend (Ortszeit) soll es in Mountain View, nahe San Francisco, landen. Hier ist nicht nur das Hauptquartier von Google, sondern auch das Flugfeld des NASA Ames Research Centers. Nur wenige Kilometer entfernt werden in einem Werk in Fremont die Elektroautos von Tesla gebaut. Am 1. Mai wird das Flugzeug dann, wenn es die Wetterbedingungen erlauben, seinen Flug quer über den amerikanischen Kontinent antreten. Anfang Juli wird es in New York City auf dem JFK Airport erwartet. Doch sicher ist nichts: Das filigrane Fluggerät ist extrem anfällig für schlechtes Wetter und kann nicht durch Wolken fliegen.

Aus seinem kleinen Cockpit heraus schaltete sich der Schweizer Pilot Bertrand Piccard (58) am Freitag zu der Unterzeichnung des Pariser Klimavertrags bei den Vereinten Nationen in New York dazu. Er befinde sich mitten über dem Pazifik, ohne einen Tropfen Treibstoff, nur von der Sonne angetrieben, sagte Piccard in der fünfminütigen Live-Schaltung. „Das klingt nach Science Fiction, aber das ist Realität, was saubere Technologie leisten kann.“

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon begrüßte Piccards „Pioniergeist“. Das Team würde mit seinem Projekt Geschichte schreiben und eine „aufregende neue Ära“ einleiten.

„Solar Impulse 2“ war im März 2015 im Golfemirat Abu Dhabi gestartet und über Indien und China nach Hawaii geflogen. Wegen beschädigter Batterien musste das Team auf der Pazifikinsel eine neunmonatige Pause einlegen. Mehr als 17 000 Solarzellen auf den Tragflächen liefern die Energie für die Motoren der einsitzigen Karbonfaser-Maschine. Mit der Weltumrundung sollen die Möglichkeiten der umweltfreundlichen Solarkraft aufgezeigt werden.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Handelsblatt-Korrespondent Axel Postinett
Axel Postinett
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