Somalia
Airbus muss mit Loch im Rumpf notlanden

Zwanzig Minuten war der Flug D3158 der Daallo Airlines in der Luft, als eine laute Explosion zu hören war. Ein Mann soll anschließend aus der Maschine geschleudert worden sein. Die Hinweise auf eine Bombe verdichten sich.

MogadischuIn Somalia soll ein Mann bei einer Explosion in einem Passagierflugzeug aus der Maschine geschleudert und getötet worden sein. Davon gingen am Mittwoch somalische Experten aus, wie ein ranghoher Beamter in Mogadischu erklärte. Die beim Ort Bal'ad, rund 30 Kilometer außerhalb der Hauptstadt, aufgeschlagenen Körperteile sollten nun identifiziert werden, sagte er.

In einer Maschine der Fluggesellschaft Daallo Airlines aus dem ostafrikanischen Dschibuti war es am Montag nach dem Start in Mogadischu zu einem Feuer gekommen. Passagiere sprachen von einer Explosion. Von den über 70 Passagieren wurden nach Behördenangaben zwei verletzt. Auch Somalias stellvertretender UN-Botschafter Awale Kullane hatte sich an Bord befunden. Fotos örtlicher Webseiten zeigten ein Loch in der Maschine oberhalb des rechten Flügels.

Ein Vertreter der Fluggesellschaft hatte am Montag von einem technischen Problem gesprochen. Die somalische Flugsicherheitsbehörde machte zunächst keine Angaben zur Ursache.

Der serbische Pilot Vladimir Vodopivec sagte der Tageszeitung „Blic“, er habe gedacht, dass es sich um eine Bombe gehandelt habe. Der US-Flugsicherheitsexperte John Goglia, der Bilder vom dem Loch im Rumpf des Fliegers analysierte, sagte, der Schaden sehe tatsächlich so aus, als sei er von einem explosiven Sprengsatz ausgelöst worden.

Kullane schrieb auf Facebook, er habe ein lautes Geräusch gehört. Dann habe er sekundenlang nichts außer Rauch sehen können. Als die Sicht wieder einigermaßen frei gewesen sei, hätten die Passagiere gesehen, dass ein Stück des Flugzeugs weg sei. Er hatte sich auf dem Weg zu einer Konferenz von Diplomaten in Dschibuti befunden.

Die in dem Land am Horn von Afrika aktive islamistische Al-Shabaab-Terrorgruppe hatte bislang keine Anschläge auf Passagierflugzeuge verübt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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