Sommerzeit endet
Hintergrund zur Zeitumstellung

Am Sonntagmorgen geht in Europa die Sommerzeit zu Ende. Auch in Deutschland gilt dann wieder die Mitteleuropäische Zeit. Doch zunächst fragen sich erst wieder tausende Langschläfer, ob die Uhr nun eine Stunde vor- oder zurückgestellt wird.

HB BRAUNSCHWEIG. In der Nacht zum 29. Oktober 2006 werden die Uhren von 3.00 Uhr um eine Stunde auf 2.00 Uhr zurückgestellt. Damit gilt in der gesamten Europäischen Union wieder die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ). Morgens ist es dann früher hell, dafür wird es abends eher dunkel.

Die technischen Vorbereitungen für die Umstellung sind bereits abgeschlossen. „Das Datum und die Uhrzeit haben wir in die impulsgebende Atomuhr in Mainflingen bei Frankfurt (Main) bereits einprogrammiert“, sagte Jens Simon, Sprecher der Physikalisch- Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig, die in Deutschland für die Zeitüberwachung zuständig ist. Von Mainflingen aus strahlt der Sender DCF 77 dann Zeitsignale aus.

Diese gehen an alle öffentlichen und privaten Funkuhren, an die Leitstände von Kraft- und Umspannwerken, Anlagen der Flugsicherung, an rund 50 000 Verkehrsampeln ebenso wie an TV-Sender und an die Bahn AG. Die Deutsche Bahn AG lässt nach Angaben einer Sprecherin rund 50 Fernreisezüge eine Stunde lang in Bahnhöfen warten. Mit dem längeren Aufenthalt wird sichergestellt, dass die Nachtzüge ihre Zielbahnhöfe fahrplanmäßig erreichen und morgens nicht eine Stunde zu früh ankommen, wie die Bahn in Berlin berichtete.

Die halbjährliche Umstellung der Uhren wurde mit der Ölkrise 1973 zunächst in Frankreich eingeführt, um Energie zu sparen. Dadurch sollte eine Stunde Tageslicht für Unternehmen und Haushalte gewonnen werden. 1980 stellten auch die beiden deutschen Staaten ihre Uhren um.

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