Sonne schien 11 Prozent mehr als der Durchschnitt
Der Juli war viel zu heiß

Der Juli war zu heiß und überdurchschnittlich reich an Sonnenschein. Damit war der Sommermonat der fünfte zu warme Monat in diesem Jahr in Folge, wie der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Freitag mitteilte.

HB/dpa OFFENBACH. "Seit März war bisher jeder Monat zu warm. Allerdings war die Abweichung vom Normalwert im Juli nicht so stark wie im Juni", sagte Meteorologe Michael Bauer am Freitag. Die Niederschläge erreichten im siebten Monat des Jahres nicht das langjährige Mittel, waren aber auf Grund vieler Gewitter regional sehr unterschiedlich.

Die Temperaturen lagen im Juli um 1,5 bis 2,5 Grad über dem Durchschnitt aus vielen Jahren. Die geringste Abweichung wurde mit 1,0 Grad aus München gemeldet. Der Rekordwert des Monats wurde am 23. Juli mit 38,7 Grad in Rheinfelden gemessen. Am kältesten war es am 11. Juli in Carlsfeld (Sachsen-Anhalt) mit 3,9 Grad.

Die Sonne schien im Juli 235 Stunden oder 11 Prozent mehr als im Durchschnitt. Die beiden sonnigsten Orte liegen in Bayern: In Landsberg/Lech schien die Sonne 289 Stunden oder 35 Prozent mehr als normalerweise, in Lechfeld wurde sie 275 Stunden und damit 29 Prozent mehr als sonst gesehen. Platz drei belegte Sinsheim in Baden- Württemberg mit 275 Stunden Sonnenschein (plus 22 Prozent). Am seltensten zeigte sich die Sonne auf der Zugspitze mit 145 Stunden (minus 17 Prozent).

Die Niederschläge lagen im Juli um 11 Prozent unter dem Soll, waren aber sehr unterschiedlich. Die größte Menge meldete Oberstdorf mit 169 Litern pro Quadratmeter (plus 115 Prozent), in Kiel fielen dagegen nur 25 Liter pro Quadratmeter, 29 Prozent des Solls. Auch auf Helgoland war es mit 20 Litern (34 Prozent) extrem trocken. Die bislang trockensten Orte im Juli waren aber Potsdam 1984 und Schwerin 1935, als überhaupt kein Tropfen fiel.

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