Soulsänger verstarb 73-jährig
Ray Charles ist tot

Der Begründer der Soulmusik und einer ihrer größten Interpreten Ray Charles starb 73-jährig in seinem Haus in Beverly Hills (Kalifornien). In seinen letzten Stunden stand ihm seine Familie und engste Freunde bei.

HB NEW YORK. Charles stammte aus ärmsten Verhältnissen, erblindete bereits mit sechs Jahren und war mit 15 Vollwaise. Mit 16 Jahren begann er sich Heroin zu spritzen, eine Sucht, die ihm später fast die Karriere zerstörte. Ungeachtet des schweren Starts wurde er zu einem begnadeten Pianisten, Saxofonspieler und Sänger. Das weltberühmte Multitalent gewann zwölf Grammy-Preise im Laufe seiner langen Karriere, neun davon zwischen 1960 und 1966.

Zu seinen größten Songs gehören „What'd I Say“ und die Ballade „Georgia on My Mind“, weiterhin the Version von „America the Beautiful“. Außer im Soul war Ray Charles in Blues, Jazz, Country und Swing zu Hause. Er wurde drei Jahre hinter einander zum besten „R&B- Sänger“ (Rhythm-and-Blues) ernannt.

Charles war Ende April das letzte Mal in der Öffentlichkeit erschienen. Sichtlich geschwächt, in einem Rollstuhl sitzend, nahm er an der Seite von Clint Eastwood an einer Feier teil, bei der sein vor 40 Jahren gebautes Studio in der Mitte von Los Angeles zum historischen Denkmal erklärt wurde. Im letzten Sommer brach der Sänger aus gesundheitlichen Gründen eine Konzert-Tournee ab und musste sich im Herbst einer Hüftoperation unterziehen.

Er habe einen seiner besten Freunde verloren und werde ihn sehr vermissen, sagte Country-Star Willie Nelson, der noch vor wenigen Monaten den Song „It Was A Very Good Year“ gemeinsam mit Charles aufnahm. Amerika habe eine „große Kostbarkeit“ verloren, erklärte Soul-Sänger James Brown.

Charles soll in der kommenden Woche in Los Angeles beigesetzt werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%