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Spanisches Hypothekenrecht: Spanierin springt wegen Zwangsräumung in den Tod

Aus Verzweiflung, ihren Hypothekenkredit nicht mehr bedienen zu können, hat sich eine Spanierin in den Tod gestürzt. Wie sind seit Ausbruch der Finanzkrise tausende Spanier von Zwangsräumungen betroffen.

Die Immobilienkrise und das spanische Hypothekenrecht treiben viele Spanier auf die Straße. Quelle: dapd
Die Immobilienkrise und das spanische Hypothekenrecht treiben viele Spanier auf die Straße. Quelle: dapd

MadridWegen einer unmittelbar bevorstehenden Zwangsräumung hat sich die Spanierin am Freitag aus dem vierten Stock ihrer Wohnung in den Tod gestürzt. Die 53-Jährige aus einem Vorort Bilbaos konnte ihren Hypothekenkredit nicht mehr bedienen.

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Die Frau arbeitete nach Angaben der Behörden in einem örtlichen Busbahnhof und hinterlässt eine 21-jährige Tochter. Bereits Ende Oktober brachte sich ein Spanier um, weil ihm die Zwangsräumung drohte, ein weiterer Mann versuchte es und überlebte schwer verletzt.

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Eine Besonderheit des spanischen Hypothekenrechts erlaubt die Zwangsräumung, wenn die vereinbarten Zahlungen nicht mehr geleistet werden können, wobei die Schuldner auch nach einem Zwangsverkauf der Immobilie für eine etwaige Restschuld aufkommen müssen.

Nach Regierungsangaben sind 350.000 Menschen seit Beginn der Krise im Jahr 2008 betroffen. Aufgrund der dramatischen Folgen dieser Regelung richtete die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy eine Taskforce ein, die prüfen soll, wie die Zahl der täglich 500 Zwangsräumungen reduziert werden kann.

 

  • 09.11.2012, 20:14 UhrMikeM

    Zitat:
    "Eine Besonderheit des spanischen Hypothekenrechts erlaubt die Zwangsräumung, wenn die vereinbarten Zahlungen nicht mehr geleistet werden können, wobei die Schuldner auch nach einem Zwangsverkauf der Immobilie für eine etwaige Restschuld aufkommen müssen"

    Das ist in Deutschland auch so und daher keine spanische Besonderheit.

  • 09.11.2012, 21:09 Uhrnetshadow

    "Das ist in Deutschland auch so und daher keine spanische Besonderheit. "

    Allerdings.
    Auch ereignen sich auch in Deutschland einige Familiendramen wegen Schulden, wie in anderen Ländern auch, inkl. Angriffe auf Gerichtsvollzieher und erweiterte Selbstmorde.

  • 09.11.2012, 22:41 Uhrmanni

    Angeblich sind seit 2008 350.000 "Menschen" von Zwangsräumungen betroffen.

    Wenn aber derzeit 500 Zwangsräumungen pro Tag erfolgen, ergibt das 182.500 Räumungen p.a.

    Zu hinterfragen wäre außer, ob es sich vielleicht um die Anzahl Arbeitstage oder einen Jahresdurchschnitt handelt noch, wie "betroffene Menschen" zu verstehen ist. Gehören da Familienmitglieder bzw. irgendwelche andere Mitbewohner dazu oder handelt es sich nur um die Anzahl der Versteigerungen oder Schuldner?

    Irgendwie hat der Artikel keinen wirklich informativen Inhalt.

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