Spanisches Hypothekenrecht: Spanierin springt wegen Zwangsräumung in den Tod

Spanisches Hypothekenrecht
Spanierin springt wegen Zwangsräumung in den Tod

Aus Verzweiflung, ihren Hypothekenkredit nicht mehr bedienen zu können, hat sich eine Spanierin in den Tod gestürzt. Wie sind seit Ausbruch der Finanzkrise tausende Spanier von Zwangsräumungen betroffen.
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MadridWegen einer unmittelbar bevorstehenden Zwangsräumung hat sich die Spanierin am Freitag aus dem vierten Stock ihrer Wohnung in den Tod gestürzt. Die 53-Jährige aus einem Vorort Bilbaos konnte ihren Hypothekenkredit nicht mehr bedienen.

Die Frau arbeitete nach Angaben der Behörden in einem örtlichen Busbahnhof und hinterlässt eine 21-jährige Tochter. Bereits Ende Oktober brachte sich ein Spanier um, weil ihm die Zwangsräumung drohte, ein weiterer Mann versuchte es und überlebte schwer verletzt.

Eine Besonderheit des spanischen Hypothekenrechts erlaubt die Zwangsräumung, wenn die vereinbarten Zahlungen nicht mehr geleistet werden können, wobei die Schuldner auch nach einem Zwangsverkauf der Immobilie für eine etwaige Restschuld aufkommen müssen.

Nach Regierungsangaben sind 350.000 Menschen seit Beginn der Krise im Jahr 2008 betroffen. Aufgrund der dramatischen Folgen dieser Regelung richtete die Regierung von Ministerpräsident Mariano Rajoy eine Taskforce ein, die prüfen soll, wie die Zahl der täglich 500 Zwangsräumungen reduziert werden kann.

 

Kommentare zu "Spanierin springt wegen Zwangsräumung in den Tod"

Alle Kommentare
  • Kapturak

    Noch ne Story zu Waigel
    Die haben in der EU verhandelt. Wie üblich.
    Dann kamen die neuen Euronoten als Entwurf
    auf den Tisch. Der GR-Finanzminister wollte
    von Waigel, dass dort auf den Scheinen auch
    griechische Buchstaben drauf kommen.

    Und der Waigel?
    Der hat dem Minister erklärt,das braucht es
    nicht, ihr kommt da nie rein!!
    Der Minister war schwer beleidigt.

    So war er,der gute Theo!
    Ich bin kein CSU-Fan!!
    Ich bin Waigel-Fan!!

  • Kapturak
    <Ein mehrwöchiger Generalstreik, und der Spuk ist vorbei.>
    So einfach geht es leider nicht, das ist naiv anzunehmen.
    <Auch die DDR wurde einst abgeschafft.>
    Aus meiner schlichten Sicht war das wohl eher ein Verkauf,
    mit politischem Hintergrund. Ohne Kohle wär da nichts
    passiert.
    Der Theo Waigel, damaliger Finanzminister,
    ein ausgekochtes Schlitzohr der besonderen Art,
    hat das mal schön beschrieben.
    Die haben gepokert, mit den
    Russen, er und der russische Finanzminister.An einem
    Tisch, und dann gings rund.Der ehemalige BP Köhler
    war auch dabei.Damals Staatssekretär der Finanzen.

    Waigel hat bei 7 Milliarden
    angefangen. DM noch versteht sich.
    Dann ging es zug um zug.
    Am Ende haben sie sich bei 14 Milliarden getroffen.
    Immer noch DM.
    Für den Truppenabzug und den Neubau von
    Siedlungen für die ruhmreiche Sowjetarmee.
    Ein türkisches Unternehmen hat die Siedlungen gebaut!
    Das ist kein Scherz, das war wirklich so!!

    Und der russische Finanzminister ist dem Waigel heute noch
    böse, dass er ihn über den Tisch gezogen hat.
    Können Sie mal googeln.




  • WahrlichichsageEuch
    Alfred01

    Egal wo sie leben, es sind Menschen,die sich umbringen.!!
    Das was Sie hier schreiben,ist im besten Falle schnoddrig.
    Sie sind menschenverachtende Spinner!

  • Andre
    Jack

    Jack,da kann ich Dir nur zustimmen!!
    Die kommen anonym im Netz wieder aus ihren Löchern.
    Überall in den Foren findest Du solche Typen.
    Der hier ist noch vergleichsweise harmlos, der
    ist nur saudumm.

  • Edelzwicker
    <Eine Besonderheit der spanischen Kreditvergabe für Immobilien war u.a. die Vergabe ohne jedes Eigenkapital (in D min. 20%) und ein Kreditrahmen von 120 bis 140%, denn das neue Auto und die schicke neue Wohnungseinrichtung mussten doch auch noch untergebracht werden.>

    So lange ist das nicht her, dass das hier genau so
    gemacht wurde!!Wer früher gebaut hat, hatte hinterher
    immer auch ein Auto etc.Da könnte ich Ihnen so
    einiges erzählen.Allerdings waren die Zinsen deutlich
    höher als heute.
    Und "Eigenkapitalersatzdarlehen" waren
    bei gleichzeitiger staatlicher Förderung durchaus üblich.
    Man ging zu seiner Sparkasse oder Volksbank und gut wars.
    Exakt so ist es in Spanien gemacht worden.
    Die EU und die Banken haben das noch befeuert,gerade die
    Deutschen und Franzosen.Und die Baulöwen haben gebaut,
    was das Zeug hält, als gebe es kein Morgen.
    Die klassische Blase also.
    Ich kenne einen Bauunternehmer
    lebt in Spanien, hat ein Haus gebaut mit 6 ETW, eine
    einzige mußte er verkaufen für die Entstehungskosten.
    Drei hat er verkauft und ordentlich Profit gemacht.
    Und der hat noch relativ hochwertig gebaut!!

    Die Leute tun mir leid, sehr sogar.Wenn ich diese
    Berichte lese oder im TV sehe,stehen mir die Tränen in
    den Augen, und zwar vor Wut! Sie haben das Beste für
    sich und ihre Familien gewollt.Niemand hat ihnen je gesagt, wie brenzlich die ganze Sache ist.Im Gegenteil.
    Sie haben auch hart gearbeitet,wie die Deutschen.

    Da Spanien kein Insolvenzrecht hat,schon gar nicht wie hier,müssen die Spanier bluten,bis an ihr Lebensende.
    Die Banken sind gnadenlos.Und unsere Regierung rettet diese Banken,damit die Anleger noch ungeschoren davon kommen.
    Es ist einfach eine schändliche Tragödie, was sich da vor
    unseren Augen abspielt!!!

    Ich habe es versucht,mit Briefen,
    mit Mails und mit Telefonaten,dagegen anzukämpfen.

    Man läuft einfach gegen eine Mauer des Schweigens.
    Ich bin kein Spanier,ich bin nur dafür,dass diese
    Welt wieder etwas gerechter wird.















  • @ WahrlichichsageEuch

    Sie sagen es !!!

  • Unter alle den nachfolgenden und vorangegangen Kommentaren ist (fast) kein Wort des Mitgefühls mit der Spanierin und ihrer Familie zu lesen.

    Ich frage mich, wie verroht Menschen sein können, dass sie alles nur auf Geld, Geld und nochmal Geld fokussieren können.

    Wie verzweifelt muss ein Mensch sein, dass er den Freitod in einer für ihn scheinbaren Ausweglosigkeit wählt?

    Mein Mitgefühl gehört der Frau und ihren Angehörigen.

  • Tote sind nicht zu vermeiden? Was bist Du denn für ein Faschist? Auch deutsche Banken drehten den Spaniern alles Mögliche an. Es ist mir schleierhaft wie Handelsblatt solche Kommentare überhaupt zu veröffentlichen.

  • Auch in Deutschland gibt es arme Menschen und Hartz IV-Empfänger, die sich umbringen. Deswegen macht aber keiner ein Büro auf. Sind ja nur Deutsche!

  • Die Spanier haben eine Wirtschaft mit der Leitungsfähigkeit einer mitelamerikanischen Bananenrepublik und wolle gleichzeitig anstatt in Blechhütten in Luxusappartements wohnen - am besten auf unsere Kosten für die Bankenrettungen. Da muss hart durchgegriffen werden. Tote sind im Einzelfall nicht zu vermeiden.

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