Speisen in New York
Dessert für 25 000, Brötchen für 1000 Dollar

Während ganz Amerika unter der Finanzkrise stöhnt, gelten für die Schönen und Reichen in New York noch andere Gesetze: Ein stadtbekannter Schlemmertempel bietet neuerdings ein Schokoladendessert für 25 000 Dollar an. Auch für Brötchen können Millionäre am Big Apple tief in die Tasche greifen – wenn wenn sie wollen.

HB NEW YORK. Das Luxus-Dessert schafte es sogar ins „Guinness-Buch der Rekorde“. In einem nahe gelegenen Hotel ist ein Brötchen mit weißer Trüffelcreme für 1000 Dollar zu haben. Und ein Milliardär schickt sich an, unweit des Central Parks eine Dachgeschosswohnung für den Rekordpreis von 150 Mill. Dollar zu erstehen - der Vorvertrag ist laut „New York Post“ vom Donnerstag schon unterschrieben.

Das Dessert „Frrozen Haute Chocolate“ (zwei rr!) wird aus den 28 angeblich besten Kakaosorten der Welt komponiert, mit fünf Gramm essbarem Gold abgeschmeckt und mit Trüffelstreifen verziert, von denen das Pfund 2600 Dollar kostet. Den mitgelieferten Goldlöffel darf der Kunde anschließend mit heimnehmen. „Ich denke, dass Leute, die das bestellen, schon einen ganz besonderen Anlass dafür haben müssen“, sagt Restaurantbesitzer Stephen Bruce laut „New York Daily News“. „Außerdem müssen sie natürlich extrem reich sein.“

Bisher hat allerdings noch niemand die Köstlichkeit erstanden - für die Aufnahme ins Buch der Rekorde reicht es nach Angaben von Guinness-Forscher Stuart Claxton aus, dass jemand sie kaufen KÖNNTE. Wer in nächster Zeit einen New-York-Ausflug plant, sollte sich allerdings schon mal beim „Serendipity“ (Glücklicher Zufall) in der 60. Straße vormerken lassen - das Dessert muss zwei Wochen im Voraus bestellt werden. Notfalls könnte man auch auf ein Eiscreme-Sundae für 1000 Dollar umsteigen, das schon länger im Angebot ist. In dem Restaurant drehten 2001 John Cusack und Kate Beckinsale die Komödie „Serendipity - Weil es Dich gibt“ - noch ohne Schokomousse.

Nur einen Tag vor dem neuen Hit hatte der Chef des Westin Hotels am Times Square eine ungewöhnliche Frühstücksvariante auf den Markt gebracht: Für 1000 Dollar gibt es bei ihm ein kleines, ringförmiges Brötchen (Bagel) mit einem Aufstrich aus italienischen Alba-Trüffeln und supergesunden tibetanischen Goji-Beeren. „Ich wollte etwas schaffen, was New York anspricht und zugleich Ausdruck meiner kulinarischen Leidenschaft für saisonale, feine Zutaten ist“, verriet Hotelchef Frank Tujague dem Stadtsender WCBS-TV. Wer die Kreation bestellt (immerhin nur 24 Stunden im Voraus), verfuttert sein Geld nicht sinnlos: Ein Teil der Einnahmen soll in die Ausbildung künftiger Eliteköche gesteckt werden. Das Angebot läuft allerdings nur bis zum 14. Dezember.

Ob dem russisch-amerikanischen Immobilien-Magnaten Leonard Blavatnik für solche Vergnügungen noch das nötige Kleingeld bleibt, muss man sehen. Er ist dem Zeitungsbericht zufolge auf dem Sprung, alle Rekorde auf dem New Yorker Wohnungsmarkt zu brechen. Wenn es wirklich zu dem 150-Millionen-Deal kommt, hätte er immerhin eine dreistöckige, 2787 Quadratmeter große Bleibe auf dem Dach des derzeit grundrenovierten Hotels „The Mark“ in der feinsten Ecke von Manhattan. Neben Dachterrasse, Gymnastikraum und zahlreichen Bädern gibt es für den Notfall auch eine eigene Küche. Bisher liegt laut „New York Post“ der Spitzenpreis für eine Einzelwohnung in New York bei schlappen 70 Mill. Dollar.

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