Spendenaufruf
Bundesregierung bietet USA Hilfe an

Die Bundesregierung hat den USA nach dem Hurrikan „Katrina“ Unterstützung angeboten. Spendenkonten haben zudem das Deutsche Rote Kreuz und die Hilfsorganisation Care International eingerichtet.

HB BERLIN/NEW OLRLEANS. „Ich habe die zuständigen Ministerien gebeten zu prüfen, was wir an Hilfeangeboten für unsere amerikanischen Freunde machen können“, sagte Bundeskanzler Gerhard Schröder. Dabei könne es etwa um Anlagen zur Wasseraufbereitung und mobile Unterkünfte gehen. Schröder verband das Hilfsangebot mit einem Bekenntnis zur Solidarität mit der amerikanischen Bevölkerung: „Die Bürgerinnen und Bürger der Vereinigten Staaten sollen wissen, dass in einer solchen Situation Deutschland wirklich fest an ihrer Seite ist.“

Außenminister Fischer sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus: „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen der zahlreichen Opfer.“ Die deutsche Botschaft in Washington steht nach Fischers Angaben in ständigem Kontakt mit dem amerikanischen Außenministerium und der zuständigen Notstandsbehörde in den USA. Zudem hielten die Generalkonsulate in Houston und Atlanta engen Kontakt zu den Behörden in Louisiana, Mississippi und Alabama, um Deutschen in Not zu helfen und Vermisste zu finden. Das Auswärtige Amt habe zudem Mitarbeiter der Konsulate in die Krisenregion entsandt.

Nach vielen Anrufen Spendenwilliger hat zudem das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Donnerstag ein Spendenkonto für die Opfer des Hurrikans eingerichtet. Das Geld werde dem Amerikanischen Roten Kreuz (American Red Cross) übergeben, sagte eine DRK-Sprecherin. Vor Ort zu helfen sei kaum möglich, da die strengen Visa- Bedingungen die Einreise erschwerten. Bei entsprechender Anforderung werde natürlich Hilfe geleistet. „Ich glaube allerdings nicht, dass so ein Anruf kommen wird“, meinte die Sprecherin. Spendenkonto ist „Soforthilfe USA“ (Bank für Sozialwirtschaft, BLZ 37020500, Kontonummer: 414141).

Zehntausende in Notunterkünften

Die Hilfsorganisation Care International Deutschland rief ebenfalls die Deutschen zu Spenden auf. „Angesichts der grauenvollen Bilder aus New Orleans, Biloxi und anderen Orten im Süden der Vereinigten Staaten sind wir alle aufgerufen, ein tatkräftiges Zeichen der Solidarität zu setzen“, heißt es in dem am Donnerstag in Bonn veröffentlichten Appell der Vorsitzenden Rita Süssmuth und ihres Stellvertreters Hans-Ulrich Klose. Spendenkonto ist hier bei der Sparkasse KölnBonn (BLZ 380 500, Spendenkonto 4 40 40) Stichwort: Wirbelsturm, Onlinespenden unter www.care.de.

Durch den Hurrikan sind nach Einschätzung einer US-Senatorin Tausende Menschen ums Leben gekommen. Die Zahl dürfte nach Einschätzung der Behörden weiter steigen. Mehr als 78 000 Menschen sind in Notunterkünften untergebracht. Der Sachschaden wird auf mindestens 26 Milliarden Dollar geschätzt.

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