Spontane Sympathiebekundungen: Krawalle schwappen nach Deutschland

Spontane Sympathiebekundungen
Krawalle schwappen nach Deutschland

Nach der Räumung eines von Autonomen besetzten Hauses in Kopenhagen haben Krawalle die dänischen Polizeibeamten bis zum Freitagmorgen in Atem gehalten. Mittlerweile wurden etwa 200 Demonstranten vorübergehend festgenommen, unter ihnen neun Deutsche. Das ließ die hiesige autonome Szene nicht kalt – in mehreren deutschen Städten kam es zu Ausschreitungen.

HB KOPENHAGEN. Die Demonstranten setzten in Kopenhagen Autos und Müllcontainer in Brand und errichteten an verschiedenen Orten Barrikaden. Die Polizei setzte stellenweise Tränengas gegen die meist jugendlichen Demonstranten ein, die ihrerseits die Beamten mit Flaschen und Steinen bewarfen. Drei Menschen wurden verletzt, teilten die Behörden mit. Die Kopenhagener Polizei hatte am Donnerstag das von Autonomen besetzte „Jugendhaus“ („Ungdomshuset“) mit Hilfe von Antiterror-Spezialisten geräumt.

Wie das Reichskrankenhaus unterdessen mitteilte, wurde dabei ein 20 Jahre alter Deutscher am Kopf verletzt und musste behandelt werden. Bei Krawallen nach der Räumung im Stadtteil Norrebrø wurden zwei Demonstranten leicht verletzt. Die Kopenhagener Polizeichefin Hanne Bech Hansen nannte die Räumungsaktion selbst „einen riesigen Erfolg“.

Bei einem nichtgenehmigten Protestzug gegen die Räumung am frühen Donnerstagabend mit mehr als 500 Teilnehmern warfen Demonstranten erneut Flaschen und Steine auf das massive Polizeiaufgebot. Wegen befürchteter neuer Auseinandersetzungen hatten die Behörden zuvor die Grenzkontrollen zwischen Dänemark und Deutschland verschärft. So wolle man den Zulauf von gewaltbereiten Autonomen sowie auch von Neonazis verhindern, erklärten Sprecher.

In Hamburg und Hannover versammelten sich autonome Gruppen zu spontanen Sympathiekundgebungen. Während in Hannover ein Protestmarsch ohne Zwischenfälle verlief, kam es in Hamburg zu einem Handgemenge der Demonstranten mit der Polizei. Aus der Versammlung von 700 bis 800 Protestierern seien Flaschen und Signalkörper geworfen worden, berichtete ein Polizeisprecher. Ein Beamter sei verletzt worden.

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