Sportidol im Alter von 99 Jahren gestorben
Max Schmeling ist tot

Deutschland ehemals populärster Sportler Max Schmeling ist im Alter von 99 Jahren gestorben.

HB HOLLENSTEDT. Wie die Max-Schmeling-Stiftung am Freitag mitteilte, ist der Tod bereits eingetreten. Der im uckermärkischen Klein-Luckow geborene Boxer war der einzige deutsche Weltmeister aller Klassen. Von 1930 bis 1932 trug er den WM- Gürtel im Schwergewicht. Insgesamt absolvierte Schmeling als Berufsboxer 70 Kämpfe, von denen er 56 gewann. Am 12. Juni 1930 stieg Schmeling in New York durch Disqualifikation wegen Tiefschlags in der 4. Runde gegen den Amerikaner Jack Sharkey zum Weltmeister auf. Nach einer erfolgreichen Titelverteidigung in Cleveland dam 3. Juli 1931 durch technischen K.o. in der 15. Runde gegen Young Stribling (USA) musste er am 21. Juni 1932 in New York nach einer Punktniederlage gegen Sharkey die WM- Krone wieder abgeben. Das letzte Mal kletterte er am 31. Oktober 1948 in Berlin in den Ring, wo er gegen den Hamburger Richard Vogt nach Punkten unterlag.

Seine weltweite Berühmtheit verdankte Schmeling aber vor allem dem ersten von zwei Kämpfen gegen den als unschlagbar geltenden „Braunen Bomber“ Joe Luis. Den Amerikaner bezwang er in einem Nichttitelfight am 19. Juni im New Yorker Yankee Stadium vor 42 088 Zuschauern auf spektakuläre Weise in der 12. Runde durch K.o. Nach seiner Box-Karriere baute er in Hamburg als Unternehmenschef die Getränkefirma Max Schmeling & Co. KG auf. Ansonsten lebte der rund 40 Kilometer vor den Toren der Hansestadt in dem kleinen Ort Hollenstedt auf einem 100 000 Quadratmeter großen Grundstück wohnende Sympathieträger sehr zurückgezogen. Insbesondere seit dem Tod seiner Frau Anny Ondra 1987 sah man ihn nur noch höchst selten in der Öffentlichkeit. Schmeling hinterlässt seine millionenschwere Stiftung.

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