Sprengsätze ferngezündet - Postzug und Hilfszug entgleisten
Mindestens fünf Tote bei Bombenanschlägen in der Türkei

Bei einem Bombenanschlag auf einen Postzug im Südosten der Türkei sind am Samstag fünf Soldaten getötet und mindestens acht Fahrgäste verletzt worden. Ein weiterer Anschlag wurde auf einen Hilfszug verübt.

HB ISTANBUL. Die im Zug befindlichen Sicherheitskräfte waren zum Schutz des Zuges abgestellt gewesen, teilte der Vizegouverneur der Provinz Bingöl mit, in der sich der Anschlag ereignete. Der an der Bahnstrecke von Elazig nach Tatvan versteckte Sprengsatz war bei der Vorbeifahrt des Zuges ferngezündet worden. Die beiden ersten Waggons hinter der Lokomotive, in denen sich die Sicherheitskräfte aufgehalten hatten, entgleisten.

Zum Zeitpunkt der Explosion befanden sich etwa 45 Fahrgäste in dem aus Personen- und Güterwagen bestehenden Zug, berichtete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. Die Verletzten wurden mit einem Militärhubschrauber ins Krankenhaus nach Bingöl gebracht. Der Zug, der Hilfe leisten sollte, kam nach Angaben der Behörden nicht durch. Er sei ebenfalls Ziel eines Anschlags geworden und entgleist.

Hinweise auf die Urheber des Anschläge gab es zunächst nicht. Im Südosten der Türkei haben Terroranschläge kurdischer Rebellen und Kämpfe mit der türkischen Armee seit einem Jahr wieder zugenommen. Nach der Festnahme von PKK-Führer Abdullah Öcalan vor sechs Jahren war es dort zunächst relativ ruhig geworden. Einem 15- jährigen Guerillakrieg waren mehr als 30 000 Menschen zum Opfer gefallen.

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