Spuren noch nicht vollständig ausgewertet
Verdacht gegen Landwirt wegen Trinkwasservergiftung nicht erhärtet

Nach dem Giftanschlag auf das Bodensee- Trinkwasser mit Unkrautvernichtungsmitteln hat die Polizei weiter keine klaren Hinweise auf den Täter.

HB FRIEDRICHSHAFEN. Der Verdacht gegen einen Bauern aus dem Raum Ravensburg, dessen Hof am Montag drei Stunden lang von rund 40 Beamten durchsucht worden war, hat sich bisher nicht bestätigt. Er ist weiter auf freiem Fuß, wie die Polizei Friedrichshafen am Dienstag mitteilte. „Wir können im Moment noch nicht sagen, ob er etwas damit zu tun hat“, sagte ein Sprecher.

Die Ermittler wollten jedoch auch nicht völlig ausschließen, dass der Mann zwei Fünf-Liter-Kanister mit Pflanzenschutzmitteln im Bodensee versenkt haben könnte. Der Zweckverband Bodensee- Wasserversorgung (BWV) und die Behörden hatten am Vortag erklärt, dass für die vier Millionen Trinkwasserkunden in Baden-Württemberg keinerlei Gefahr bestanden habe.

Die Behälter waren nach einem anonymen Bekennerschreiben am 9. November in der Nähe der Wasser-Entnahmestelle in etwa 75 Meter Tiefe im westlichen Bodensee bei Sipplingen von einem Spezialtaucher geborgen worden. Nach Eingang des Briefes am 18. Oktober waren die Trinkwasserkontrollen verstärkt worden. Die BWV fand Spuren der giftigen Substanzen, die jedoch weit unter den Grenzwerten lagen. Bei der Durchsuchung des Bauernhofes haben die Beamten verschiedene Gegenstände beschlagnahmt, die untersucht werden. „Die Spuren sind noch nicht voll ausgewertet“, hieß es bei der Polizei.

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