Staatsanwaltschaft schweigt noch
Autobahnraser ist ermittelt

Der im Zusammenhang mit einem tödlichen Verkehrsunfall seit Wochen gesuchte Karlsruher Autobahnraser ist nach dpa-Informationen ermittelt. Das wurde am Donnerstag aus Kreisen der Sicherheitsbehörden bestätigt.

HB/dpa KARLSRUHE. Jetzt gehe es um die Feinarbeit und noch ausstehende Gutachten, hieß es weiter. Der Gesuchte steht im Verdacht, Mitte Juli auf der Autobahn 5 bei Karlsruhe durch massives Drängeln einen Unfall verursacht zu haben, bei dem eine 21-jährige Autofahrerin und deren zweijährige Tochter getötet wurden. Bei dem Fahrzeug des mutmaßlichen Mitverursachers des Unfalls soll es sich um einen dunklen Mercedes der S-Klasse mit Böblinger Kennzeichen handeln.

Der Sprecher der Staatsanwaltschaft Karlsruhe, Oberstaatsanwalt Peter Zimmermann, hatte am Vormittag noch erklärt, man rechne nicht vor Ende September mit einem genauen Ermittlungsergebnis. Nach wie vor gebe es „einen Kreis von Verdächtigen“, zu dem auch Testfahrer des Daimler-Chrysler-Konzerns gehörten. Zwar sei die ursprünglich 40 Beamten starke Sonderkommission „Raser“ vor gut zwei Wochen aufgelöst worden, die Ermittlungen liefen jedoch weiter, betonte Zimmermann. Die Ergebnisse zweier Gutachten stünden noch aus. Auch liege der Staatsanwaltschaft noch kein Abschlussbericht vor.

Der gesuchte Autofahrer soll am 14. Juli auf der Autobahn 5 zwischen Karlsruhe und Bruchsal zu dicht auf einen Kleinwagen aufgefahren sein. Die bedrängte junge Frau war mit ihrem Fahrzeug nach rechts ausgewichen und von der Straße abgekommen. Das Auto zerschellte an Bäumen. Die aus dem Raum Bruchsal stammende Frau und ihre Tochter auf dem Rücksitz waren sofort tot. Sie hatte ihren Mann zur Arbeit gefahren und befand sich auf dem Heimweg, als der Unfall geschah. Die Soko „Raser“ ging seither mehr als 900 Hinweisen aus der Bevölkerung nach und überprüfte laut Staatsanwaltschaft rund 700 in Frage kommende Autos und deren Halter.

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