Städtische Strandbars
Copa Cabana direkt vor der Haustür

Nicht immer tragen sie ein "Beach" im Namen, die Strandbars. So hat Düsseldorf nicht einen Pearl Beach wie etwa Bonn oder einen Bounty Beach wie Dresden. Nein, Düsseldorf hat ein Monkey Island. Und den Bundespressestand findet der Sonnenanbeter natürlich in Berlin.

HB BERLIN. Sommer, Strand und Sonnenschein, mehr braucht man nicht zum Glücklichsein - doch was tun, wenn man nicht am Meer oder einem See wohnt und auch keinen Urlaub hat? Für die meisten Städter stellt sich diese Frage gar nicht mehr: Seit im Jahr 2001 Paris erstmals die Uferschnellstraßen an der Seine sperrte und dort für vier Wochen ein Strandparadies aufschüttete, sind zahlreiche Städte in Deutschland diesem Vorbild gefolgt. Kaum eine Stadt, die etwas auf sich hält, kommt noch ohne Sommerstrand aus. Und wer will, kann dort meist auch ganz entspannt die Fußball-WM schauen.

In Hamburg nennen sich diese künstlichen Strände Beach Clubs. Sie haben sich vorwiegend auf ungenutzten Gewerbeflächen an der Elbe angesiedelt, vor allem östlich der Landungsbrücken, wo ein Club auf den anderen folgt. Bei Sommerwetter wie momentan herrscht dort Hochbetrieb, fast überall kann man die WM verfolgen. Im vergangenen Jahr kam es zu Staus, weil jeder nach Feierabend mit dem Auto in die Hafen-Beach-Clubs fahren wollte.

Strandkorb, Liegestuhl, weißer Sand: Auch in Berlin vermitteln immer mehr Strandbars Urlaubsfeeling mitten in einer Millionenmetropole. Nach einer Zählung des Stadtmagazins „tip“ gibt es schon 24 Strandbars - kleinere Läden mit Sandhaufen vor der Tür nicht mit gerechnet. Und das Geschäft boomt. An warmen Sommertagen herrscht fast überall Hochbetrieb. Kein Wunder: Schließlich sind die Standbars nicht nur bei Familien mit kleinen Kindern beliebt, sondern auch bei Fußballfans, die - die Zehen in den Sand gebohrt - die WM bequem in Liegeposition auf Großleinwänden verfolgen können.

Der erste größere Gastro-Strand in Berlin entstand 2002 mitten in der Stadt: die Strandbar Mitte am Spreeufer gegenüber vom Bodemuseum. Ursprünglich als Kantine für das Hoftheater gedacht, löste sie einen solchen Besucher-Ansturm aus, dass daraus rasch eine lukrative Geschäftsidee wurde. Für das richtige Strandfeeling ließ der Betreiber in diesem Jahr rund 250 Tonnen feinsten Havelsand aufschütten. In gestreiften Liegestühlen genießen hier jeden Abend gestresste Großstädter unter Sonnenschirmen ihren Feierabend.

Die größte Strandbar findet sich im Ostteil der Stadt: Der Oststrand hinter der berühmten East Side Gallery misst rund 10 000 Quadratmeter und wird auch für Konzerte genutzt. Ende Juli findet dort die vierte Strand-Völkerball-Weltmeisterschaft statt.

Die wohl bekannteste Strandbar ist jedoch der Bundespressestand direkt neben dem Haus der Bundespressekonferenz mitten im Regierungsviertel. Mit 4 000 Quadratmetern Gesamtfläche bietet er bis zu 3 000 Besuchern Platz. Wer dort im Liegestuhl liegt, kann seinen Blick über den Reichstag, das Bundeskanzleramt oder den neuen Hauptbahnhof schweifen lassen. Zwei kleine Pools mit Wasserspiel und Fontänen sorgen für Abkühlung, Programme wie Salsa- oder Swingabende sorgen für Stimmung und die Fußball-WM für Begeisterung.

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Copa Cabana direkt vor der Haustür

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