Stärke 6,1
Sachschäden bei schwerem Beben in Island

Ein Erdbeben der Stärke 6,1 in Island hat nach ersten Berichten schwere Schäden an Gebäuden verursacht. In Selfoss nahe dem Epizentrum seien Dutzende Menschen in Panik auf die Straße gelaufen, so eine Reuters-Mitarbeiterin.

HB SELFOSS. Bei einem starken Erdbeben in Island sind mehrere Gebäude und Straßen beschädigt worden. Es gebe jedoch keine Berichte über Verletzte, teilte die Polizei in Selfoss, einer kleinen Stadt nahe des Epizentrums, am Donnerstag mit. Die Sachschäden seien relativ gering. Dutzende Menschen in der 50 Kilometer südöstlich von Reykjavik gelegenen Stadt liefen nach den Erdstößen in Panik auf die Straße. Auch in der Hauptstadt war das Beben zu spüren. Nach Angaben des meteorologischen Instituts Islands handelte es sich um das stärkste Beben auf der Insel seit acht Jahren. "Ich wusste nicht, was los war. Plötzlich fühlte ich, wie die Erde sich bewegte und sah, wie die Regale und Wände wackelten", sagte eine Verkäuferin in Selfoss. Als sie auf die Straße gelaufen sei, sei diese bereits voller Menschen gewesen.

Das Beben ereignete sich nach Angaben des Geologischen Instituts der USA (USGS) um 15.46 Uhr Ortszeit (17.45 MESZ) in zehn Kilometern Tiefe und hatte eine Stärke von 6,1. Dem Hauptstoß seien mehrere kleine Beben gefolgt, teilte das meteorologische Institut Islands mit. Island liege über zwei Kontinentalplatten, die sich voneinander wegbewegten. In der Vergangenheit hatten bereits Erdstöße der Stärke 7,1 die rund 300 000 Einwohner zählende Insel erschüttert.

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