Stärke 6,2: Nachbeben erschüttert Japan

Stärke 6,2
Nachbeben erschüttert Japan

In Japan sind über eine Million Haushalte ohne Wasserversorgung. Hunderttausende leben in Notunterkünften. Und nun erschüttert auch noch ein Nachbeben das Land.
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Die Erde kommt in Japan nach dem verheerenden Erdbeben vom Freitag nicht zur Ruhe. Am Sonntag erschütterte wieder ein starkes Nachbeben der Stärke 6,2 Teile des Landes. In Tokio schwankten einige Häuser, Berichte über Schäden oder neue Opfer lagen aber nicht vor. Das Beben vom Sonntag hatte sein Zentrum rund 180 Kilometer östlich von Tokio. Seit Freitag gab es schon mehr als 150 Nachbeben.

Es war eines der Nachbeben nach dem verheerenden Beben der Stärke 8,9 vom Freitag, das vermutlich Tausenden Menschen das Leben gekostet und in drei Atomreaktoren zu schweren Störfällen geführt hat.

Inzwischen sind auch Experten des Technischen Hilfswerks (THW) in der Nacht zum Sonntag im japanischen Krisengebiet eingetroffen. Ein Flugzeug brachte 38 Helfer, drei Spürhunde und zwölf Tonnen Material.

Kurzfristig wurden auch noch wegen der Explosion in einem japanischen Kernkraftwerk sogenannte Dosimeter zur Messung radioaktiver Strahlung mitgenommen.

Das volle Ausmaß der Zerstörung nach dem verheerenden Beben und dem anschließenden Tsunami war am Sonntag immer noch unklar. Die Behörden gehen inzwischen von deutlich mehr als 1.000 Opfern aus, fast 10.000 Menschen werden vermisst. Die offizielle Zahl der Toten lag noch bei 763. Die Regierung verdoppelte inzwischen die Zahl der Soldaten, die bei der Bergung der Opfer helfen sollen, von 51.000 auf 100.000.

Tausende hungrige Erdbebenopfer versammelten sich unterdessen in Notunterkünften. Mindestens eine Million Haushalte sind seit dem Beben ohne Wasserversorgung. Viele Gebiete konnten von Rettungsmannschaften immer noch nicht erreicht werden. Rund 2,5 Millionen Haushalte waren ohne Strom.

Zahlreiche Staaten sagten Japan Hilfe zu. Die USA haben bereits einen Flugzeugträger in Japan, ein zweiter ist unterwegs.

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