Starke Unwetter in Asien und den USA
Überschwemmungen in China fordern mehr als 170 Todesopfer

Heftige Regenfälle haben in der China zu starken Überschwemmungen und Erdrutschen geführt, durch die mindestens 172 Menschen ums Leben kamen. Auch in Japan und den USA haben Unwetter zahlreiche Tote gefordert. Und Florida droht bereits der zweite Hurrikan innerhalb von wenigen Tagen.

HB PEKING/TOKIO/MIAMI. Die Zahl der Toten durch Überschwemmungen und Erdrutsche in China ist auf mindestens 172 gestiegen. Die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete am Mittwoch, es seien wirtschaftliche Schäden in Höhe von 3,9 Milliarden Yuan (390 Millionen Euro) entstanden. Mehr als 500 Menschen wurden verletzt. Dutzende galten als vermisst. Schwer betroffen waren die Provinz Sichuan und die Metropole Chongqing in Südwestchina. Unwetter richteten ferner weiter südwestlich in den Provinzen Yunnan und Guizhou Schäden an.

Da die Kommunikationsverbindungen unterbrochen waren, gab es am Mittwoch erst langsam ein Bild vom Ausmaß der Schäden. In Sichuan kamen 89 Menschen ums Leben, in Chongqing 75, während aus Yunnan 3 Tote gemeldet wurden. Die Zentralregierung hat den schwer betroffenen Regionen 40 Millionen Yuan als Nothilfe zur Verfügung gestellt. Im schwer betroffenen Kreis Kai in Chongqing ging das Hochwasser zurück. Doch bestand Seuchengefahr. Die Behörden begannen mit Desinfektionen.

In Japan sind durch den mächtigen Taifun „Songda“ mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Über 680 Menschen erlitten Verletzungen, wie der Fernsehsender NHK am Mittwoch berichtete. Der aus Süden kommende Wirbelsturm erfasste am Morgen (Ortszeit) die nördlichste Hauptinsel Hokkaido mit starken Orkanböen. Mindestens zwei Menschen kamen dort laut Medienberichten ums Leben. In der Stadt Sapporo starb ein Mann durch einen umgestürzten Baum. Es wurde ein Abklingen des 18. Taifuns der Saison im späteren Tagesverlauf in eine tropische Tiefdruckzone erwartet.

Entlang der Küsten brandeten hoch aufgepeitschte Wellen. Einsatzkräfte suchten weiter nach 14 Besatzungsmitgliedern eines in Schiffbruch geratenen Frachters. Fernsehsender zeigten umgestürzte Werbeschilder, Autos und Gerüsten. Einige Straßen wurden von entwurzelten Bäumen blockiert.

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