Starkes Erdbeben

Nur kleiner Tsunami nahe Papua-Neuguinea

Im Südpazifik bebt oft die Erde. Am Montag erschütterte ein Erdbeben Papua-Neuguinea. Doch diesmal ging offenbar alles glimpflich ab. Die Region hat inzwischen ein ausgeklügeltes Tsunami-Warnsystem.
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Ein starkes Erdbeben nahe Papua-Neuguinea hat eine Tsunamiwelle ausgelöst. Verletzte gab es allerdings nicht. Quelle: Reuters
Starkes Erdbeben

Ein starkes Erdbeben nahe Papua-Neuguinea hat eine Tsunamiwelle ausgelöst. Verletzte gab es allerdings nicht.

(Foto: Reuters)

SydneyEin Erdbeben der Stärke 7,7 hat am Montag die Südpazifik-Region nahe Papua-Neuguinea erschüttert und einen kleinen Tsunami ausgelöst. Doch gab es zunächst keine Berichte über Schäden oder Verletzte.

Die Welle von rund einem halben Meter Höhe wurde im Hafen von Rabaul gemessen, ein Ort in der Nähe des Epizentrums im Nordosten von Papua-Neuguinea, wie das örtliche Katastrophenschutzzentrum mitteilte. An den Salomoninseln, rund 450 Kilometer vom Epizentrum entfernt, wurden nur minimal erhöhte Wellen von rund drei Zentimetern gemessen.

Die schlimmsten Naturkatastrophen des Jahres
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2010 war ein Jahr der Naturkatastrophen: 950 Ereignisse hat die Munich Re in ihrer jährlichen Analyse gezählt. Das sind mehr als 2009 (900), aber vor allem liegt die Zahl erheblich über dem 10-Jahres-Durchschnitt (785). Der Trend zeigt seit Jahren nach oben: Nicht zuletzt durch den Klimawandel steigt die Zahl und die Heftigkeit der schlimmen Ereignisse. Es folgen die verheerendsten Katastrophen des Jahres... Fotos: dpa, ap, Reuters

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27.2.2010 Erdbeben/Tsunami in Chile Im Februar erschütterte ein schweres Erdbeben Chile. Es forderte 520 Menschenleben. Dazu kam ein enorm höher wirtschaftlicher Schaden. Die Munich Re schätzt ihn auf 30 Milliarden Dollar. An diesen Wert kommt keine andere Katastrophe in diesem Jahr heran.

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27.2.2010 Erdbeben/Tsunami in Chile Damit liegt das Erdbeben in Chile auch in der Rubrik der versicherten Schäden klar auf Rang eins. Von den 30 Milliarden Dollar Gesamtschaden waren nämlich 8 Milliarden Dollar versichert.

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Juli bis September 2010 Überschwemmung in Pakistan Monatelang versanken weite Landstriche Pakistans in den Fluten. Bei den verheerenden Überschwemmungen kamen insgesamt 1.760 Menschen ums Leben - deutlich mehr also als in Chile. Hinzu kommt: Von den 9,5 Milliarden Dollar Gesamtschäden waren lediglich 25 Millionen Dollar versichert.

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12.1.2010 Erdbeben in Haiti Das Jahrhundertbeben in Haiti machte viele Kinder zu Waisen. 222.570 Menschen kamen nach Angaben der Munich Re dabei um. Damit forderte das Unglück mit großem Abstand die meisten Opfer.

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12.1.2010 Erdbeben in Haiti Der wirtschaftliche Gesamtschaden liegt bei 8 Milliarden Dollar, von denen 200 Millionen Dollar durch Versicherungen abgedeckt waren.

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26. - 28.2.2010 Wintersturm "Xynthia" in Europa Ende Februar des vergangenen Jahres sorgte das gewaltige Sturmtief für chaotische Verhältnisse. Am heftigsten wütete der Orkan in Frankreich, wo er unter anderem eine schwere Sturmflut an der Atlantikküste auslöste. Mit 6,1 Milliarden Dollar Schaden liegt "Xynthia" auf dem vierten Platz.

Das Pazifische Tsunami-Warnzentrum hatte Flutwellen von bis zu drei Metern in Papua-Neuguinea für möglich gehalten. Das Zentrum hob aber einige Stunden später die Warnung auf, die auch Japan, Australien, die Philippinen, Indonesien und Hawaii alarmiert hatte.

Das Beben ereignete sich am Montag in einer Tiefe von 65 Kilometern rund 50 Kilometer südöstlich des Ortes Kokopo in der Nähe von Rabaul, wie die US-Erdbebenwarte USGS mitteilte. Der Erdstoß war einigen Anwohnern zufolge auch in der Hauptstadt Port Moresby zu spüren.
Augenzeugen bemerkten in Rabaul die leichte Anhebung des Meeresspiegels. Das Wasser flutete unter anderem einen Parkplatz an einem Einkaufszentrum in der Nähe des Strandes, wie Mika Tuvi, eine Mitarbeiterin des Rabaul Hotels, berichtete. „Aber nichts darüber hinaus – es gab keinen Schaden“, sagte sie.

Allerdings erschreckte das Beben die Gäste und Mitarbeiter des Hotels so, dass sie nach draußen flohen. Die Erdstöße hätten rund fünf Minuten angehalten, sagte Tuvi. Das Hotel habe ihnen aber standgehalten.

Erdbeben sind in Papua-Neuguinea keine Seltenheit. Das Land liegt auf dem sogenannten Feuerring, der den Pazifik umgibt. Dieser Ring ist geprägt von starker vulkanischer und seismischer Aktivität.

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