Steuerwert von 75 000 Euro sicher gestellt
Zigarettenschmuggler reiste als falscher Diplomat

Im Rostocker Seehafen ist ein Zigarettenschmuggler aufgeflogen. Die illegale Ware war in einem VW-Transporter mit Diplomaten-Kennzeichen versteckt und sollte über eine aus Russland kommende Fähre nach Deutschland geschleust werden. 760 000 Zigaretten zählte die Fracht, wie das Zollfahndungsamt Hamburg am Montag mitteilte.

HB ROSTOCK. Bei der Zollkontrolle zückte der Fahrer des Transporters einen gefälschten mongolischen Diplomatenpass. Er gab an, Diplomatengepäck nach Brüssel transportieren zu wollen. Gegen den Schmuggler wurde Haftbefehl erlassen. Der mongolische Konsul identifizierte die Unterlagen des Mannes ebenso als Fälschung wie die Botschaftssiegel auf mehreren Paketen in dessen Wagen. Dort fanden die Beamten Zigaretten mit einem Steuerwert von rund 75 000 Euro.

Nach Angaben der Zollfahndung wurde in den vergangenen Monaten bereits mehrmals versucht, Zigaretten, getarnt als Diplomatengepäck mongolischer Vertretungen, nach Deutschland zu schleusen. Auch beim jüngsten Fall in Rostock hatte der Schmuggler den Zollbeamten einen „Letter of diplomatic courier of mongoli“ vorgelegt. Das sollte ihn - und die Ladung - vor weiterer Prüfung schützen. Allerdings hatte der VW-Fahrer nicht mit dem Spürsinn des Zigarettenspürhundes Ringo gerechnet. Er schlug „schon beim bloßen Vorbeigehen Alarm“, hieß es im Zollkommissariates Rostock.

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