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Stichwort: Haaranalyse

Mit einer Haaranalyse lässt sich der regelmäßige oder gelegentliche Konsum von Drogen wie Kokain, Heroin, Cannabis oder Ecstasy noch lange Zeit zuverlässig nachweisen.

HB/dpa HAMBURG. Nach Auskunft von Experten erkennen die aktuellen Analysemethoden problemlos alle gängigen Betäubungsmittel und eine Vielzahl von Medikamenten.

Bei der Haarbildung werden im Blut vorhandene Drogen- und Medikamentenwirkstoffe in das Haar aufgenommen. Sobald sie aus der Wurzel herausgewachsen sind, verändert sich die Zusammensetzung der Haare nicht mehr, denn es findet kein Stoffwechsel mehr statt. Deswegen werden die Stoffe in den Haaren gespeichert. Ein Ausspülen der Substanzen durch häufiges Haarewaschen ist nicht möglich.

Im Gegensatz zu Blutanalysen, die tageszeitlichen Schwankungen unterliegen, können Haaranalysen Einblicke über einen längeren, zurückliegenden Zeitraum ermöglichen. Bei Europäern wächst das Kopfhaar in der Regel zwischen 0,8 und 1,2 Zentimeter im Monat. Je nach Haarlänge können so noch nach mehreren Monaten oder sogar Jahren Drogen, Medikamente und Umweltgifte nachgewiesen werden.

Für die Ende der 70er Jahre entwickelte toxikologische Untersuchung ist eine etwa bleistiftdicke Haarprobe nötig. Die Strähnen werden fein zerteilt und die enthaltenen Stoffe mit Chemikalien herausgelöst. Statt Kopfhaaren können auch Achsel- oder Schamhaare analysiert werden. Die Nachweisgrenze der verschiedenen Analysemethoden liegt bei etwa einem milliardstel Gramm Substanz pro Milligramm Haar. Ein einmaliger Drogenkonsum ist nach Auskunft von Fachleuten nur schwer nachzuweisen.

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