Stiftung Warentest
Krebserreger in Kuscheltieren

Viele Plüschtiere sind nicht nur mangelhaft, sondern gefährden auch die Gesundheit. Dieses erschreckende Ergebnis lieferte zum wiederholten Mal die Stiftung Warentest. Nur acht von 30 Produkten seien empfehlenswert.

BerlinNur wenige Plüschtiere eignen sich laut Stiftung Warentest wirklich zum Kuscheln. Von 30 Kuscheltieren seien gerade einmal acht empfehlenswert, berichtete die Stiftung Warentest am Donnerstag in der Dezember-Ausgabe ihrer Zeitschrift „Test“. Bei den anderen rissen in einem Test entweder Nähte schnell auf, oder das Material enthielt Schadstoffe.

Lediglich ein fast 60 Euro teurer Hase bestand den Test mit der Bestnote 1,0. Sechs weitere Kuscheltiere befanden die Tester für „gut“. Ein Kuscheltier schnitt befriedigend ab. 22 Plüschtiere waren aber „mangelhaft“. Für ihren Test kauften die Prüfer der Stiftung Warentest 30 exemplarisch ausgewählte Plüschtiere für Kinder – von Hasen, Schafen und Affen über Katzen bis hin zu Elefanten und Drachen.

Im Labor testeten sie die Spielwaren auf Sicherheit und Schadstoffbelastung. Überprüft wurde beispielsweise, wie Kinder vor verschluckbaren Einzelteilen geschützt sind, oder ob die Tiere ein Zerren an Armen und Beinen verkraften. Darüber hinaus prüften die Tester die Schadstoffbelastung. Bei diesem Test schnitten insgesamt 20 der 30 Plüschtiere schlecht ab.

In 19 Fällen sei das Fell mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, sogenannten PAK, belastet gewesen, berichtete die Stiftung Warentest. Mit dem krebserregenden PAK Chrysen waren demnach 13 Plüschtiere verunreinigt; sieben enthielten den vermutlich krebserzeugenden PAK Naphtalin – und das „in deutlichen Mengen“.

Krebserregendes Formaldehyd wurde laut „Test“ in den Füßen eines Pinguins entdeckt. Phthalate – also Weichmacher, die sich auf die Fortpflanzungsfähigkeit auswirken können – wurden in zwei Kuscheltieren gefunden. Durch den Sicherheitstest fielen laut Stiftung Warentest drei Kuscheltiere – von zwei namhaften Herstellern und einer großen Kaufhauskette.

Ihre Nähte seien an Armen, Ohren und Füßen so weit aufgerissen, dass Kinder die Füllung herauspulen und in den Mund stecken könnten, heißt es in „Test“. Da die drei Stofftiere die rechtlichen Vorgaben nicht eingehalten hätten, seien die Hersteller und die Aufsichtsbehörden informiert worden.

Alle Jahre wieder untersuche die Stiftung Warentest Spielzeug auf Sicherheit, kommentierte Holger Brackemann, Bereichsleiter Untersuchungen. „Und alle Jahre geben diese Testergebnisse leider Anlass zur Besorgnis.“

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Krebserreger in Kuscheltieren

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Eine blamable Bilanz für die Hersteller

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