Stockenten verendet
Vogelgrippe erreicht München

An einem See nahe München ist der Vogelgrippe-Erreger vom hoch ansteckenden Typ H5N1 nachgewiesen worden.

HB BERLIN. Von drei am Ismaninger Speichersee tot aufgefundenen Enten seien im Nationalen Referenzlabor zwei positiv auf den auch für den Menschen gefährlichen Erreger H5N1 getestet worden, sagte die Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts, Elke Reinking, am Freitag auf der Insel Riems. Bei dem dritten Tier bestätigte sich der Verdacht auf die hochansteckende Variante nicht.

Der nordöstlich von München gelegene Ismaninger Speichersee ist ein wichtiges Durchzugs- und Rastgebiet für zahlreiche Wasservögel. Auch zum Fischen wird das Gewässer häufig genutzt.

Der Landkreis München teilte mit, rund um den Fundort sei ein Sperrbezirk eingerichtet worden. Das örtliche Veterinäramt habe zusammen mit den Landratsämtern Ebersberg und Erding ein Tierseuchenkontrollzentrum eingerichtet.

Die Fälle zeigten, dass das Virus trotz der zuletzt eher ruhigen Wochen weiter vorhanden sei. Im südlichen Raum gebe es ein Seuchengeschehen „auf breiter Front“. Dies zeigten die Fälle, die von Tschechien über Sachsen-Anhalt bis nach Lothringen in Frankreich reichten.

Im Juni waren unter anderem am Stausee Kelbra in Sachsen-Anhalt zahlreiche Vögel an der Krankheit verendet. Zuvor waren bereits Sachsen und der Raum Nürnberg betroffen gewesen. In Thüringen wurde H5N1 zudem bei einer toten Hausgans nachgewiesen.

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