Stoff Methylamin reizt Haut und Augen - Anwohner sollen Fenster geschlossen halten
Giftige Chemikalie bei Unfall auf A 5 ausgelaufen

Bei einem Unfall mit einem Gefahrgut-Transporter auf der Autobahn 5 bei Frankfurt sind nach Polizeiangaben rund 20 Tonnen der leicht entzündlichen und giftigen Chemikalie Methylamin ausgelaufen.

HB FRANKFURT/MAIN. Spezialisten von Polizei und Feuerwehr seien dabei, den ins Erdreich und in einen Fluss gesickerten Stoff zu bergen, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bevölkerung und die Autofahrer im Stau um die Unfallstelle seien aufgefordert worden, die Fenster geschlossen zu halten. Nach ersten Messungen besteht der Feuerwehr zufolge keine Gefahr für die Anwohner.

Durch den Unfall war einer der wichtigsten Verkehrsknoten des Rhein-Main-Gebietes, das Frankfurter Nordwestkreuz, blockiert. Auf den voll gesperrten Autobahnen 5 und 648 nach Wiesbaden bildeten sich lange Staus.

Vermutlich sei ein zweiter Lastwagen gegen 11.00 Uhr auf den Tanklastwagen aufgefahren, sagte der Polizeisprecher. Der Gefahrgut-Transporter habe 40 Tonnen Methylamin geladen gehabt, von denen etwa 21 Tonnen ausgelaufen seien. Die Chemikalie wird unter Druck in flüssigem Zustand transportiert, verflüchtigt sich aber an der Luft. Das farblose Gas riecht nach Ammoniak, ist leicht entzündlich und reizt Augen, Atmungsorgane und Haut.

Bis zum frühen Nachmittag hatte die Polizei nach eigenen Angaben die beiden Lastwagen voneinander getrennt und mit ihrer Bergung begonnen. Er hoffe, dass die Autobahnen bis zum Beginn des Feierabendverkehrs wieder frei gegeben werden könnten, sagte der Polizeisprecher. Nach Angaben der Feuerwehr waren Spezialisten der Chemieunternehmen auf dem ehemaligen Hoechst-Gelände bei Frankfurt, die BASF-Werksfeuerwehr aus Ludwigshafen und der Atemschutzzug der Frankfurter Feuerwehr vor Ort im Einsatz, um die Chemikalie aufzufangen.

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