Streik beendet
Lufthansa will zum Normalbetrieb zurück

Schon am Dienstag will die Lufthansa wieder zu ihrem normalen Flugplan zurückkehren. Bereits nach einem Streiktag soll bereits morgen wieder Normalität einkehren.
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FrankfurtDurch einen Warnstreik der Gewerkschaft Verdi ist der Flugbetrieb bei der Lufthansa am Montag fast komplett lahmgelegt worden. Von knapp 1800 planmäßigen Flügen konnten nur 42 tatsächlich starten, wie Deutschlands größte Airline am Abend mitteilte. Nach Verdi-Angaben hatten rund 12.000 Beschäftigte des Bodenpersonals vom frühen Morgen an die Arbeit niedergelegt, um ihre Forderung nach höheren Gehältern durchzusetzen.

Nach Lufthansa-Angaben hoben am Montag nur 30 Kurz- und Mittelstrecken- sowie zwölf Langstreckenflüge ab. Die Konzerntochter Germanwings war demnach nicht von dem Streik betroffen. Am Dienstag wolle die Lufthansa „möglichst schnell“ wieder wie geplant fliegen, sagte eine Unternehmenssprecherin. Die Rückkehr zum Normalflugplan hänge davon ab, wann die Warnstreiks beendet würden und wie schnell die Frühschicht die Arbeit wieder aufnehme. Mit „vereinzelten Planabweichungen“ sei am Dienstag und den darauf folgenden Tagen zu rechnen.

Betroffen von dem ganztägigen Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt waren unter anderem die Standorte Berlin, Hamburg, München, Stuttgart, Hannover, Düsseldorf und Köln. An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt am Main begannen die Beschäftigten laut Verdi ab 05.00 Uhr morgens mit dem Warnstreik. Im Tagesverlauf beteiligten sich dort demnach 3000 Konzernmitarbeiter an dem Ausstand.

Die Fluggesellschaft veröffentlichte auf ihrer Webseite lufthansa.com einen Sonderflugplan und richtete eine kostenfreie Hotline (0800 850 60 70) ein. Passagiere konnten ihre Tickets kostenfrei umbuchen, stornieren oder innerhalb Deutschlands auf die Deutsche Bahn ausweichen. Darüber hinaus gebe es aber keinen Anspruch auf Schadenersatz, sagte ein Konzernsprecher: „Das fällt unter höhere Gewalt.“

Verdi hatte am Freitag zu dem Warnstreik aufgerufen, um in den seit Februar laufenden Tarifverhandlungen Druck zu machen. Die Lufthansa habe in der dritten Runde am Mittwoch „kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt“. Verdi verlangt für rund 33.000 Beschäftigte des Konzerns 5,2 Prozent mehr Gehalt bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Wichtig sind der Gewerkschaft auch die Sicherung von Arbeitsplätzen und Verbesserungen für die Auszubildenden.

Laut Verdi hatte die Lufthansa ein Angebot vorgelegt, das Gehaltserhöhungen zwischen 0,4 und 0,6 Prozent in den ersten zwölf Monaten vorsieht. Die Lufthansa selbst sprach von einem Angebot mit einer zweistufigen Gehaltserhöhung in Höhe von 1,7 Prozent für die Lufthansa AG, in Höhe von 2,1 Prozent für die Frachttochter Lufthansa Cargo und den IT-Dienstleister Lufthansa Systems und im Umfang von 2,3 Prozent für die Lufthansa Technik. Sie kritisierte den Streik als unverhältnismäßig und geht von einem finanziellen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe aus.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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