Streit um Fußballberichterstattung
Drohende Niederlage für Pay-TV-Sender Sky

Dem Pay-TV-Sender Sky steht eine juristische Niederlage bevor. Laut EuGH-Anwalt sollten Sender auch dann Spielausschnitte zeigen dürfen, wenn ein anderes Unternehmen die ausschließlichen Rechte hält.
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LuxemburgIm Streit um die Berichterstattung von Fußballspielen deutet sich ein fanfreundliches Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) an. Setzt sich der zuständige Generalanwalt mit seiner am Dienstag veröffentlichten Rechtsauffassung durch, könnten Fernsehsender auch künftig für wenig Geld bis zu 90-sekündige Spielausschnitte in ihren Nachrichtensendungen zeigen - auch wenn ein anderes Unternehmen die ausschließlichen Übertragungsrechte hält. Für den Zugang zum eigenen Übertragungssignal dürfe der Sender konkurrierenden TV-Medien nur die dafür anfallenden technischen Kosten berechnen. Im konkreten Fall sind das null Euro.

Weil der klagende Pay-TV-Sender Sky vom Österreichischen Rundfunk (ORF) somit keine relevante Vergütung erhält, zog er vor Gericht. Der Bundeskommunikationssenat in Wien verwies den Fall weiter nach Luxemburg. In der Regel hält sich der EuGH an den Schlussantrag seines Generalanwalts. Er muss es aber nicht.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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