Stromausfall
Hannover tappte im Dunkeln

Licht aus in Hannover. Ein Stromausfall hat am Mittwochabend das gesamte Stadtgebiet der niedersächsischen Landeshauptstadt in Dunkelheit gehüllt. Bei der Suche nach der Ursache tappen Experten noch im Dunkeln.
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Hannover350 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdiensten waren im Einsatz, wie Feuerwehrsprecher Jan Feichtenschlager am Donnerstagmorgen mitteilte. „Im Zusammenhang mit einem Stromausfall haben wir einen Einsatz in dieser Größenordnung noch nicht gehabt.“ Von dem Ausfall, der gegen 22.35 Uhr begonnen habe, seien auch Teile der Umlandgemeinden betroffen gewesen. Bei der Feuerwehr gingen während des Stromausfalls 750 Notrufe ein, die Einsatzkräfte fuhren 75 Einsätze.

Der Grund für den Blackout: In einer Verbindungsstation zu einem Hochspannungsnetz sei eine Schalteranlage ausgefallen, sagte ein Sprecher des Unternehmens Enercity, das zu den Stadtwerken Hannover gehört. Das habe zu einem massiven Spannungseinbruch geführt. Warum die Schalteranlage ausfiel, war unklar.

Nachdem die Lichter gegen 22.40 Uhr komplett ausgegangen waren, dauerte es nach Angaben von Enercity circa eine halbe Stunde, bis gut zwei Drittel von Hannover wieder Strom hatten. Die Feuerwehr meldete, dass alle Stadtgebiete erst eine Viertelstunde nach Mitternacht wieder am Netz waren. Auch Teile der benachbarten Stadt Langenhagen sowie die Fernwärmeversorgung seien betroffen gewesen, so Feuerwehr-Sprecher Feichtenschlager.

Auch am Flughafen Hannover fiel der Strom aus. Hier seien aber sofort Notstromaggregate angesprungen. Alle Starts und Landungen seien planmäßig verlaufen, sagte ein Flughafensprecher.

Kritisch sei der Stromausfall besonders für Alten- und Pflegeheime gewesen. Dort waren Senioren auf Beatmungsgeräte angewiesen, die dann nur noch mit Akkubetrieb liefen. Die Feuerwehr sei aber überall rechtzeitig hingekommen, sagte Feichtenschlager. Es sei niemand verletzt worden. Während des Blackouts wurde ein Brand in der Medizinischen Hochschule Hannover gemeldet, den die Feuerwehr aber schnell im Griff hatte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • So mancher wird entsetzt festgestellt haben, wie sehr er von unserer technischen Infrastruktur abhängig ist. Wer beispielsweise über VoIP telefoniert (über Fernsehkabel oder ADSL), stand plötzlich ohne Festnetzanschluss da. Seit die Mobilfunknetz-Betreiber auch Feststationen ohne Notstromversorgung aufbauen, wird auch so manches Handy "ohne Netz" gewesen sein.

    Meine zentrale LAN-Infrastruktur hat eine Notstromversorgung, die für 2-3 Stunden reicht - Kostenpunkt 200 EUR. So lange läuft auch mein Laptop weiter. Und als Funkamateur kann ich vom Auto aus mehrere Tage lang Verbindungen herstellen - auch über ein paar 1000 km hinweg.

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