Stromausfall in Japan
Gestern Hagen, heute Tokio

Plötzlich saßen Hunderttausende Menschen im Dunkeln: Ein Stromausfall hat 350.000 Haushalte in Tokio von der Elektrizität abgeschnitten. Gab es einen Sabotageakt?

TokioEin schwerer Stromausfall in der japanischen Hauptstadt Tokio hat am Mittwoch kurzzeitig Hundertausende von Haushalten von der Elektrizitätsversorgung abgeschnitten. Wie der Energiekonzern Tepco mitteilte, waren am Nachmittag (Ortszeit) rund 350.000 Haushalte betroffen.

Etwa eine Stunde später gab jedoch ein Regierungssprecher bekannt, dass die Stromversorgung wieder normal laufe. Laut Medienberichten war möglicherweise ein Brand in einem Gebäude des Stromkonzerns in der Nachbarprovinz Saitama die Ursache für den Stromausfall. Das japanische Fernsehen zeigte schwarzen Rauch, der aus der Umspannstation in einem Geschäftsviertel stieg. Berichte über Verletzte gab es zunächst nicht.

Nach Angaben der Tokioter Feuerwehr wurde gemeldet, dass Leute in der Innenstadt in Aufzügen feststeckten. Auch Verkehrsampeln waren vorübergehend in einigen Gegenden von Tokio außer Betrieb. Der japanische Kabinettssprecher Yoshihide Suga antwortete bei einer Pressekonferenz laut dem Sender NHK nicht auf die Frage nach einem möglichen Sabotageakt.

Am Mittwoch hatte es auch in Deutschland einen großen Stromausfall gegeben. In Hagen (Nordrhein-Westfalen) waren dabei zeitweise 50.000 Menschen ohne Strom, weil ein Umspannwerk brannte. Auch Ampelanlagen und die Straßenbeleuchtung waren ausgefallen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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