Studie: Den "neuen Mann" gibt es tatsächlich
Männer engagieren sich mehr im Haushalt als früher

Männer machen einer Studie zufolge mehr im Haushalt als früher.

HB BERLIN. Zu diesem Ergebnis kommt nach einem Bericht der „Welt am Sonntag“ der Politologe Peter Döge vom Berliner Institut für anwendungsorientierte Innovations- und Zukunftsforschung, der Daten der so genannten Zeitbudget-Analysen des Statistischen Bundesamts verglichen hat. Danach wenden Männer im Durchschnitt pro Woche knapp eine halbe Stunde mehr für Haushalt und Familie auf als noch vor zehn Jahren, Frauen hingegen rund fünf Stunden weniger.

Auch bei der Kinderbetreuung nehmen sich Männer mehr Zeit: Väter von heute verbrächten durchschnittlich eine Stunde pro Woche mehr als früher mit ihrem Nachwuchs, während sich die Frauen eine Stunde weniger um ihre Kinder kümmerten. Diese Zeit für ihre Kinder sparten die Väter aber nicht bei ihrem Beruf ein, sondern in anderen Bereichen. „Es gibt den neuen Mann tatsächlich“, wird Döge zitiert.

Für die Zeitbudget-Analysen müssen die Befragten in einem Zeittagebuch drei Tage lang minutiös notieren, wie sie ihre Zeit verbringen. Sie werden im Abstand von zehn Jahren erstellt; an der jüngsten Studie nahmen 5 585 Männer und 6 350 Frauen teil. Die Befragten müssen in einem Zeittagebuch drei Tage lang minutiös notieren, wie sie ihre Zeit verbringen. Das überraschende Ergebnis: Die im Abstand von zehn Jahren erstellten Zeitbudgetanalysen sind repräsentativ. An der jüngsten Studie nahmen 5585 Männer und 6350 Frauen teil.

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