Studie
Deutsche suchen Glück statt Reichtum

Glück ist für viele Deutsche deutlich wichtiger als Geld und Reichtum. Das geht aus einer am Dienstag in Hamburg veröffentlichten Studie des BAT Freizeit-Forschungsinstituts hervor.

HB HAMBURG. „Das materielle Wohlstandsverständnis ändert sich damit grundlegend“, sagte der Leiter des Instituts, Prof. Horst W. Opaschowski. „Bürgerliche Werte liegen in Zeiten von Hartz IV damit wieder im Trend.“ Für die Studie wurden bundesweit 2000 Menschen ab 14 Jahren gefragt, was für sie Wohlstand bedeutet.

Selbst Jugendliche zwischen 14 und 19 Jahren denken der Studie nach bei Wohlstand eher an „eine Familie haben“ (65 Prozent) als „an das Geld für einen Traum-Urlaub“ (61 Prozent). In Krisen- oder wirtschaftlich schwierigen Zeiten neigten die Menschen seit jeher zum Rückzug in die eigenen vier Wände, hieß es in der BAT-Mitteilung. Einen vergleichbaren Wertewandel-Schub habe es nach dem Golfkrieg 1991 gegeben. In solchen Phasen dominierten Sicherheits- und Vorsorgeaspekte wie „sparen“ und „bescheidener leben“.

Wer ein monatliches Nettoeinkommen von weniger als 1500 Euro hat, neigt der Studie nach eher dazu, die Familie (67 Prozent) als Wohlstand zu sehen als Materielles. Bei einem Einkommen von mehr als 3500 Euro sehen dies 59 Prozent der Befragten so. Zum sorgenfreien Leben gehört neben einer friedvollen Welt auch eine intakte Natur (67 Prozent) und Toleranz (64 Prozent). Dabei sind Familien diese Umstände und Werte wichtiger (71 Prozent) als Singles (58 Prozent).

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