Studie: Im Osten leben die Angsthasen

Studie
Im Osten leben die Angsthasen

Die größten Angsthasen hingegen lebten in Rostock, Magdeburg und Halle, ergab eine Untersuchung des Stuttgarter Instituts für Rationelle Psychologie im Auftrag des Männermagazins „Men's Health“. Dafür wurden in den 50 größten deutschen Städten insgesamt 3 200 Männer zwischen 18 und 35 Jahren im Labor getestet.

HB HAMBURG. Die Kölner haben danach einen „Mut-Quotienten“ von 137, knapp unter der Grenze zum Helden (140). Die Rostocker und Magdeburger erreichten nur 89 Punkte, die Hallenser bilden mit 88 Punkten das Schlusslicht. Nach der Mutskala der Psychologen kommen Feiglinge auf maximal 82 Punkte.

In der Studie landeten von den acht großen ostdeutschen Städten im so genannten Mut-Ranking sieben im letzten Drittel. Nur Berlin ist mit 132 Punkten ganz vorne dabei (Platz drei), kurz hinter München mit 134 Punkten (Platz zwei,„außergewöhnlicher Mut und Unerschrockenheit“).

Cool bei Gefahr zeigten sich auch die Hamburger (Platz 17, 115 Punkte, „sehr großer Mut“), in Frankfurt/M. erreichten die Männer nur 101 Punkte (Platz 39, „übliches Normverhalten“), genauso wie in Dresden. 97 Mut-Punkte gab es für die Männer in Leipzig (Platz 44), 93 Punkte erreichten die Chemnitzer (Platz 46), in Erfurt zeigte „mann“ Mut für 92 Punkte (Platz 47, „Furchtsamkeit“).

Für die Studie konfrontierte das Institut die Männer im Labor per Video mit Gewaltszenen und Gefahrensituationen und befragte sie außerdem. Mittels Elektroden wurden nach einem psychophysiologischen Verfahren elf Körperreaktionen wie Atmung, Puls, Blutdruck oder Hautwiderstand gemessen. Nach Angaben der Psychologen erfassten die Messungen nicht nur bewusst erlebte Emotionen wie Angst, sondern auch subtile Reaktionen. Deshalb seien sie ein Indikator für furchtloses oder furchtsames Verhalten bei Stress durch Gefahr.

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