Sturm für Donnerstag erwartet
Tausende fliehen vor Hurrikan "Isabel"

Der Hurrikan "Isabel" hat die Bewohner der Atlantikküste der USA von North Carolina bis Washington am Mittwoch in Alarmbereitschaft versetzt. Tausende verließen vorsorglich die sturmgefährdeten Gebiete. Experten fürchten, dass sich der Sturm wieder verstärken könnte.

HB NAGS HEAD. Auf den Straßen waren viele Autos mit Bootsanhängern oder Kajaks auf den Dächern zu sehen. Die Bewohner, die es vorzogen, zu bleiben, verfolgten gemeinsam in Schnellrestaurants oder anderen Versammlungsorten die Ankündigungen des Wetterdienstes im lokalen Fernsehen. „Abwarten und schauen, was kommt“, hieß es. Von Cape Fear in North Carolina bis Chincoteague in Virginia einschließlich Chesapeake Bay wurde Hurrikan-Warnung gegeben.

Um dem Sturm auszuweichen, verlegte die US-Marine rund 40 Kriegsschiffe von Hampton Roads in Virginia aufs offene Meer. Rund 130.000 Marine-Angehörige in Norfolk wurden ebenfalls vorsorglich verlegt.

„Wir befürchten, dass sich der Hurrikan vor seinem Anlanden auf dem Festland wieder verstärken könnte“, sagte der Chef des Nationalen Hurrikan-Zentrums, Max Mayfield, dem US-Sender CNN. In der Nacht zum Mittwoch hatte sich „Isabel“, die es über dem Atlantik bereits bis zur Stärke 5 gebracht hatte, etwas abgeschwächt und wurde von Meteorologen nun in die Kategorie 2 der Saffir-Simpson-Skala zurückgestuft.

„Isabel“ bleibt den Angaben zufolge dennoch sehr gefährlich: Ein Sturm dieser Stärke kann immer noch Campinganhänger zerstören, Bäume umknicken und Dächer abdecken. Im September 1999 hatte ein Sturm der Kategorie 2 an der Ostküste Überschwemmungen ausgelöst, 56 Menschen kamen damals ums Leben. Die Sturmschäden machten rund 4,5 Milliarden Dollar aus. An der Küste wurde dieses Mal eine Sturmflut von mehr als drei Meter über Normal befürchtet.

Die Ankunft des Hurrikans wurde für Donnerstag an der stark besiedelten Ostküste erwartet, und zwar in Höhe der Inselkette vor dem US-Bundesstaat North Carolina. Bereits am Mittwoch kündigten sich die Vorboten durch heftigen Wind und starken Regen an. „Isabel“ wird dann vermutlich durch den Bundesstaat Virginia hindurch nach Norden ziehen. Nach Schätzungen könnten nahezu 50 Millionen Menschen in 13 Bundesstaaten der USA vom Sturm mehr oder weniger direkt betroffen sein.

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