Sturm, Hagel und Starkregen Hitzegewitter sorgen für Schäden im Südwesten

Hitzegewitter sorgen für Schäden in vielen Landesteilen Baden-Württembergs. Am Frankfurter Hauptbahnhof läuft der Bahnverkehr inzwischen wieder weitgehend regulär – wegen der Hitze hatten sich Schienen verzogen.
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Nicht nur in Baden-Württemberg, auch über Teile von Bayern zogen Gewitter hinweg. Quelle: dpa
Unwetter über dem Bodensee

Nicht nur in Baden-Württemberg, auch über Teile von Bayern zogen Gewitter hinweg.

(Foto: dpa)

Stuttgart, Frankfurt am MainHitzegewitter haben in vielen Landesteilen Baden-Württembergs Schäden angerichtet. Blitze schlugen in Häuser und Stromleitungen ein - sie entfachten Brände, legten Telefonanlagen lahm und störten den Schienenverkehr, wie Polizei und Feuerwehren mitteilten. Starkregen und Hagelschauer wurden von stürmischen Böen begleitet. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnisse der Polizei niemand. Die Schäden lassen sich bisher nicht beziffern. Am Frankfurter Hauptbahnhof läuft der Bahnverkehr nach Ausfällen durch Hitzeschäden inzwischen wieder weitgehend normal.

Die Reparaturarbeiten sind nach Angaben der Deutschen Bahn abgeschlossen. „Im Regional- und S-Bahn-Verkehr sind alle Linien pünktlich. Im Fernverkehr kann es noch zu Verspätungen kommen“, sagte ein Sprecher am Montagmorgen. Das Unternehmen hatte zunächst angekündigt, der Verkehr werde erst ab Dienstag wieder normal rollen. Wegen der Hitze der vergangenen Tage hatten sich in Frankfurt Schienen verzogen. Seit dem frühen Freitagabend war es zu Behinderungen gekommen. Viele Zügen waren zu spät oder fielen aus. Der Fernverkehr wurde teilweise umgeleitet.

Was bei Hitze für Erleichterung sorgt
1. Tipp: Viel trinken
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Ein Straßenbauarbeiter trinkt unter der Mittagssonne aus einer Wasserflasche: Dehydration kann zu Herz-Kreislaufproblemen führen. In den heißen Monaten ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr besonders wichtig. Bei Hitze sondert der Körper Schweiß ab. Damit das natürliche Abkühlungssystem funktioniert, muss immer genügend Flüssigkeit vorhanden sein, rät die Carstens Stiftung.

2. Tipp: Ins kühle Nass
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Kinder toben auf einer Holzinsel und in einem Schlauchboot im Heiseder See bei Sarstedt in Niedersachsen: Bei Temperaturen über der 30-Grad-Marke gibt es nichts Schöneres, als einfach ins kühle Nass zu springen. Eine etwas andere Abkühlung sollten Sie sich ebenfalls regelmäßig gönnen.

3. Tipp: Salbei
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Eine Biene auf einer Salbeiblüte: Es gibt Hinweise darauf, dass Salbei-Tee die Intensität von Hitzewallungen verringert. Wer sich mit dem Geschmack nicht anfreunden kann, findet in Zitronenverbene oder Pfefferminze lohnende Alternativen.

4. Tipp: Nass machen
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Abkühlung im Brunnen: Für eine kleine Erfrischung zwischendurch sorgt das kalte Armbad, auch „kneipp'scher Espresso“ genannt. Dazu erst den linken und dann den rechten Arm circa 20 Sekunden in das Waschbecken mit kaltem Leitungswasser tauchen. Die Arme dabei leicht bewegen. Beide Arme danach aus dem Wasser nehmen und nur leicht abstreifen.

5. Tipp: Liegestuhl
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Ein Besucher der Landesgartenschau döst in einem Liegestuhl in der Sonne: Die erste und einfachste Selbsthilfemöglichkeit ist es, die Beine hochzulegen. Genügt das nicht, sollte die Blutzirkulation weiter angeregt werden, etwa durch kalte Güsse, kalte Beinwickel oder langsame Gymnastik – am besten im Wasser.

6. Tipp: Sonnenschutz
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Ein Rentnerpaar genießt den Sommer in Konstanz: Insbesondere für Babys und Kleinkinder ist eine Kopfbedeckung in der Sonne obligatorisch. Im Sommer können lange, dünne Ärmel sinnvoll sein. Bei einem Aufenthalt in der Sonne zur Mittagszeit unterstützen leichte Stoffe den Körper in der Regulation seines Wärmehaushaltes.

7. Tipp: Leichte Kost
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Wassermelonen: Kühlende und mineralhaltige Lebensmittel sollten bei großer Hitze gegenüber schwerer Kost bevorzugt werden. Insbesondere Tomaten, Gurken und Melonen haben eine kühlende Wirkung, ähnlich wie Ananas, Blattsalate, Kefir, Joghurt und Quark.

In Baden-Württemberg schlugen am Sonntagabend und in der Nacht in vielen Städten und Gemeinden Blitze ein. Im Dachgeschoss eines Wohnhauses in Stuttgart löste ein Blitzeinschlag einen Schwelbrand aus.

Am späten Sonntagabend fiel die Notrufanlage des Polizeipräsidiums Aalen aus, weil ein Blitz eine Überspannung in der Stromversorgung ausgelöst hatte. Telefonleitungen und auch der Polizeifunk waren unterbrochen. Techniker behoben die Störung nach zweieinhalb Stunden. Ein weiterer Blitzeinschlag in ein Stellwerk der S-Bahn in Stuttgart störte den Bahnverkehr noch am Montag, Verbindungen fielen aus.

Allein in Ravensburg musste die Feuerwehr bis zum späten Sonntagabend mehr als 30 Mal ausrücken. Starkregen hatte überflutete Straßen und vollgelaufene Keller zur Folge, wie die Feuerwehr Ravensburg mitteilte. Zudem fiel der Strom in einigen Gemeinden für mehrere Stunden aus.

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  • dpa
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