Sturmböen und starker Regen
Schwere Unwetter setzen Süddeutschland zu

Schwere Gewitter sind am Sonntagnachmittag über Teile Süddeutschlands gezogen. Bäume stürzten um und blockierten Fahrbahnen und Bahnstrecken. Im baden-württembergischen Sigmaringen musste ein Zeltlager evakuiert werden.
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Neu-Ulm/Regensburg/SigmaringenSchwere Unwetter sind am Sonntagnachmittag in Bayern über Teile Schwabens und der Oberpfalz gezogen. Bäume wurden entwurzelt und blockierten Fahrbahnen und Bahnstrecken, wie die Polizei mitteilte. Autos und Stromleitungen wurden beschädigt und Fahrbahnen überflutet. Keller liefen voll. Insgesamt gingen mehrere hundert Notrufe bei der Polizei ein. Die Höhe der Schäden sei noch unklar. In Oberbayern gab es ebenfalls Gewitter, jedoch blieben schwere Schäden aus.

Ein Mensch wurde schwer verletzt, als in Neu-Ulm bei einer Veranstaltung eines Hundesportvereins ein Zelt einstürzte. Drei weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. In Illertissen schlug ein Blitz in ein Reihenhaus - zum Glück blieb es nur bei Rauch.

In Regensburg deckte der Sturm die Blechdächer mehrerer Rohbauten ab. Mehrere Bahnstrecken mussten gesperrt werden, vor allem weil Bäume die Gleise blockierten. Probleme gab es unter anderem auf der Strecke Weiden-Regensburg. Bei Donauwörth musste zeitweise ein ICE auf offener Strecke stoppen, weil vor und hinter dem Zug Bäume auf den Gleisen lagen. Auf der Bahnstrecke Augsburg-Ulm musste der Abschnitt zwischen Dinkelscherben und Burgau gesperrt werden.

Bahnreisende auf den betroffenen Strecken müssen mit Verspätungen rechnen. „Die Sicherheit der Reisenden geht vor“, sagte ein Bahnsprecher. „Man muss die Züge in den Bahnhöfen zurückhalten, bis sicher ist, dass die Strecke frei ist.“

Sturmböen und starker Regen haben auch einem Zeltlager der katholischen Pfadfinder zugesetzt. Die rund 2500 Pfadfinder und ihre Besucher retteten sich am Sonntagmittag in Sigmaringen (Baden-Württemberg) wie vorgesehen in eine angrenzende Bundeswehrkaserne, wie die Polizei berichtete. Unterstützt wurden sie von knapp 200 Einsatzkräften von Rettungsdiensten und Feuerwehr. 38 Menschen mussten medizinisch versorgt werden, 10 wurden mit mittelschweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht. Der Sturm beschädigte etwa ein Drittel der Zelte. Die Veranstalter entschlossen sich dennoch, das Zeltlager fortzusetzen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ginge es nach Obama, dann ist Al Kaida schuld an dem Wetter.

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