Suchaktion beendet
Kuh Yvonne ist wieder da

Offensichtlich ist die verschollene Kuh Yvonne der Einsamkeit überdrüssig geworden und hat sich ihren Artgenossen wieder angeschlossen. Nun soll das Rind wieder zu Sohn Friesi gebracht werden.
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MühldorfDie Kuh Yvonne ist wieder da: Das Rind, das sich seit Wochen in einem Waldstück im bayerischen Landkreis Mühldorf versteckt hielt und einen gewaltigen Medienrummel auslöste, habe sich seinen Artgenossen wieder angeschlossen, teilte das Landratsamt am Donnerstagabend mit. Auch Britta Freitag, Sprecherin des Gnadenhofes Gut Aiderbichl, bestätigte die Rückkehr der Kuh.

Gemeinsam mit vier Kälbern grast Yvonne demnach inzwischen in Unteralmsam bei Stefanskirchen nahe der Isen auf einer Weide. Anhand der Ohrmarke konnte das Tier den Angaben zufolge durch einen Veterinär des Landratsamtes identifiziert werden. „Die Freude ist im Moment ganz riesig“, sagte Freitag.

Yvonne sollte noch am Abend betäubt und auf den Gnadenhof nach Deggendorf gebracht werden. Ein Tierarzt war nach Angaben Freitags am Abend mit einem Betäubungsgewehr auf dem Weg zur Kuh. Die Betäubung und der Transport sollten für sie „so unstressig wie möglich“ werden. In Deggendorf wird dann ihr Sohn Friesi auf sie warten. „Wir haben gerade schon den Friesi auf den Weg gebracht“, sagte Freitag.

Offenbar war Yvonne der Einsamkeit überdrüssig geworden. Das Tier mache einen gesunden und ruhigen Eindruck, hieß es von Seiten des Landratsamtes und Gut Aiderbichl. Wie genau die Kuh aber den Weg zurück auf die Weide fand, sei noch unklar, betonte die Aiderbichl-Sprecherin. Während das Landratsamt von einem „Sprung über den Zaun“ sprach, gingen die Tierschützer davon aus, dass der Besitzer der Weide Yvonne das Gatter öffnete. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung hatte der Bauer das Tier bereits am Dienstag entdeckt.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Möge diese kluge Kuh, die mit knapper Not dem Schlachthof entkommen ist, den Menschen verdeutlichen, dass auch Tiere empfindungsfähig sind und ganz genau wissen, welches Grauen sie auf den Schlachthöfen erwartet. Und mögen die Menschen daraus lernen und aufhören, Tiere zu "Nutztieren" zu degradieren und sie in den Tierfabriken, auf den Transporten und in den Schlachthöfen zu quälen, in denen 20 % von ihnen, weil die Betäubung nicht sitzt, bei lebendigem Leibe und vollem Bewusstsein aufgeschlitzt und zerlegt werden. Jeder von uns kann etwas dagegen tun, indem er seine Ernährung umstellt. Das ist gut für die Gesundheit, gut für die Umwelt, gut für die Tiere und gut für unsere Seele und das allerbeste Mittel gegen die sich allerorten ausbreitende Gewalt und Verrohung gegenüber Schwächeren.

  • Ein Beitrag, der Mut macht!

  • Eine Kuh, die Milch gibt und Kälber auf die Welt bringt ist wichtiger als die 90% der nur Windei legenden "Politiker".

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