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Teilerfolg für erste europäische Mars-Mission

Mit ihrer ersten Mars-Mission ist der europäischen Raumfahrtbehörde Esa ein Teilerfolg gelungen. Am Donnerstagmorgen schwenkte die Sonde Mars-Express nach sechsmonatiger Reise durchs All in ihre endgültige Umlaufbahn um den roten Palneten ein und arbeitet seidem einwandfrei.

HB DARMSTADT. Der europäischen Raumfahrtbehörde ESA ist mit ihrer ersten Mars-Expedition ein Teilerfolg gelungen: Nach sechsmonatiger Reise durchs All schwenkte die Sonde Mars-Express am Donnerstagmorgen in ihre endgültige Umlaufbahn um den roten Planeten ein und arbeitet seither einwandfrei.

Zum Landegerät Beagle 2 dagegen, das kurz vor 04.00 Uhr in der Nacht in die Atmosphäre eintrat und den Befehl zur Landung erhielt, gibt es bisher keinen Funkkontakt. Flugdirektor Mike McKay im Kontrollzentrum Esoc in Darmstadt zeigte sich jedoch weiter optimistisch, dass dies noch nicht das Ende von Beagle sei. Es würden weiter Versuche unternommen, Funkkontakt zu dem Landegerät aufzunehmen, sagte er. Unter Wissenschaftlern gilt die Sonde Mars-Express als entscheidender Teil der Expedition, wenn auch eine erfolgreiche Mars-Landung von Beagle 2 deutlich spektakulärer wäre.

Bundeswissenschaftsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) sprach trotz der Probleme mit Beagle von einem „großen Tag für Europa“. Die 300 Millionen Euro teuere Mars-Expedition sei ein „Meilenstein für die Wissenschaft in Europa“, erklärte sie.

Spezielles Radargerät für Mars-Expresse

Die erfolgreich arbeitende Sonde Mars-Express soll den roten Planeten zwei Jahre lang komplett kartieren, Wetterdaten sammeln, die Atmosphäre des Mars analysieren und seine Schwerkraft messen. Die Forscher erhoffen sich auch Erkenntnisse über Wasservorkommen, die unter der Mars-Oberfläche vermutet werden. Sie könnten Hinweise auf Leben auf dem roten Planeten geben. Der Mars-Express ist daher mit einem speziellen Radar-Gerät ausgestattet, das bis zu fünf Kilometer tief in den Mars-Boden eindringen kann. In den kommenden zwei Jahren wird die Sonde auf einer stark elliptischen Umlaufbahn mit einer Mindestflughöhe von 250 Kilometern und einer Maximalentfernung von 12.000 Kilometern um den Planeten kreisen.

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