Suche nach Flugzeug
Malaysische Passagiermaschine bleibt verschwunden

Zwar suchen etliche Behörden nach Gründen für das Verschwinden der Boeing 777-200 der Malaysia Airlines, doch es gibt weiter nur Rätsel. Behörden dementieren Berichte, nach denen noch lange Kontakt zur Maschine bestand.
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Kuala LumpurMalaysias Transportminister hat einen sensationellen Pressebericht zurückgewiesen, wonach das verschwundene Flugzeug nach dem letzten Radarkontakt angeblich noch vier Stunden und über 3.500 Kilometer weiterflog. Vertreter des Flugzeugbauers Boeing sowie des Triebwerk-Herstellers Rolls-Royce, die in Kuala Lumpur bei den Ermittlungen helfen, hätten diese Angaben nicht bestätigt.

„Sowohl was Boeing, als auch was Rolls Royce angeht, sind diese Berichte unzutreffend“, sagte Minister Hishammuddin Hussein. Das letzte Signal, das die Unternehmen von der Boeing 777-200 aufgefangen hätten, stamme von 01.07 Uhr (Ortszeit) am vergangenen Samstag. Das „Wall Street Journal“ hatte unter Berufung auf US-Ermittler berichtet, die Triebwerke des Flugzeugs hätten noch vier Stunden nach dem letzten bekannten Kontakt Daten gesendet. Demnach hätte die Maschine etwa bis Pakistan, zum Indischen Ozean oder bis in die Mongolei fliegen können.

Doch auch knapp eine Woche nach dem Verschwinden der Boeing 777 der Malaysia Airlines fehlt von der Passagiermaschine jede Spur. Vietnamesische und malaysische Flugzeuge überflogen den Teil des Meeres, in dem auf chinesischen Satellitenaufnahmen schwimmende Gegenstände zu sehen waren, bei denen es sich um Trümmerstücke hätte handeln können. In China steigt währenddessen der Unmut über den Umgang der malaysischen Behörden mit dem Fall.

Verkehrsminister Hussein fügte hinzu, chinesische Satellitenaufnahmen über mögliche Wrackteile seien fälschlicherweise veröffentlicht worden. In US-Ermittlerkreisen hieß es, bei dem chinesischen Bericht handele es sich um ein Ablenkungsmanöver. Auf der Internetseite einer chinesischen Regierungsbehörde hatte es geheißen, ein Satellit habe drei verdächtige Gegenstände fotografiert, die auf dem Meer trieben.

In Peking forderte Ministerpräsident Li Keqiang Malaysia auf, die Zusammenarbeit bei der Suche nach dem verschollenen Flugzeug zu verbessern. Der Chef der chinesischen Behörde für die zivile Luftfahrt mahnte eine bessere Informationspolitik an. Von den 239 Menschen an Bord des Flugzeugs waren rund zwei Drittel Chinesen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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