Suche nach Vermissten
Mindestens 27 Tote bei Explosion in Algerien

Die größte Raffinerie Algeriens liegt in Trümmern. Eine schwere Explosion hat das petrochemische Werk in Teilen zerstört. Bei dem Unglück in der Hafenstadt Skikda kamen mindestens 27 Arbeiter ums Leben.

HB SKIKDA. Auch einen Tag nach der Explosion suchten Rettungskräfte am Dienstag in den Trümmern nach Vermissten. Der staatliche Rundfunk bezifferte die Zahl der Verletzen auf 74. Das petrochemische Werk wurde zunächst stillgelegt. Händler zufolge verstärkte das Unglück Sorgen über eine Verknappung der Ölversorgung. Der Preis der führenden Nordsee-Ölsorte Brent stieg um mehr als 40 Cent über 31 Dollar.

Algeriens Energieminister Chakib Khelil sprach von einer verheerenden Explosion. Das Feuer lodere zwar weiter, doch sei es gelungen, den Brand einzudämmen. Eine Untersuchung zur Ursache der Explosion sei eingeleitet worden. Alle drei Erdgas-Verflüssigungsanlagen seien zerstört und müssten komplett neu aufgebaut werden. Die Anlagen zur Ölverarbeitung wurden dagegen nicht zerstört.

Ein Augenzeuge berichtete im Rundfunk, die Explosion sei kilometerweit zu spüren gewesen. „Alle Bewohner des Gebäudes sind hinausgerannt, alle Fenster sind zerborsten.“ Im vergangenen Jahr ist es in algerischen Gasanlagen mehrfach zu Unfällen gekommen. Die Erdgasvorkommen des nordafrikanischen Landes zählen zu den größten der Welt. Algerien exportiert jährlich rund 60 Milliarden Kubikmeter Erdgas, hauptsächlich nach Europa und in die USA. Das Land ist Mitglied der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec).

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