Süd- und Westdeutschland
Land unter bei schweren Unwettern

Heftige Unwetter mit schweren Regenfällen haben in der Nacht zum Donnerstag in Süd- und Westdeutschland vielerorts Schäden angerichtet oder den Verkehr behindert.

HB FRANKFURT. In Hessen berichtete die Polizei von rund 100 Einsätzen wegen voll gelaufener Keller im Raum Darmstadt. Mehrere Straßen mussten wegen Überflutung gesperrt werden. Das Notrufsystem der Polizei sei eine Stunde lang überlastet gewesen.

Am Frankfurter Flughafen konnten zwischen 21.01 und 21.47 Uhr keine keine Maschinen starten. Zeitweise wurden auch Landungen verboten. Da sich das Unwetter am Abend und nicht zur Hauptverkehrszeit am Tage ereignete, mussten nur wenige Flüge ganz gestrichen werden, sagte ein Sprecher.

Beim Finale des Confederations Cups in der Frankfurter Commerzbank-Arena standen Spieler und Fans trotz des geschlossenen hochmodernen "Cabrio-Dachs" im Regen: Das heftige Gewitter wehte Regen durch die Öffnungen zwischen Tribünen-Ende und Dach. Zudem riss kurz vor der Halbzeit-Pause an einer Ecke vor der Einfahrt Ost die Segeldach- Konstruktion, nachdem sich eine Wasserbeule gebildet hatte. Die dort arbeitenden Fotografen mussten schlagartig die Flucht ergreifen.

In Rheinland-Pfalz führten heftige Gewitter mit sintflutartigen Regenfällen in Teilen des Landes zu überschwemmten Straßen und voll gelaufenen Kellern. Die Polizeistationen in Ludwigshafen und in Kaiserslautern meldeten jeweils mehrere hundert Einsätze. Unweit der Loreley entgleiste die Lokomotive eines Güterzuges. Wie die Polizei in Koblenz mitteilte, hatte sich durch den starken Regen Geröll auf die Trasse geschoben. Der Lokführer wurde beim Verlassen des Fahrzeugs leicht verletzt.

Auch in Bayern hatten die Einsatzkräfte vor allem im Landkreis Nürnberger Land mit voll gelaufenen Kellern, überfluteten Straßen und Blitzeinschlägen zu kämpfen. In Hersbruck und Schwabach gingen innerhalb weniger Stunden mehr als 400 Notrufe bei den Rettungsleitstellen ein. Der Sachschaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt.

In Baden-Württemberg verursachte ein Blitzschlag in Villingen- Schwennigen einen Dachstuhlbrand in einem Einfamilienhaus. Verletzt wurde niemand. Ein weiterer Blitzschlag war die Ursache eines Brandes im Holzlager einer Mannheimer Papierfabrik. Auch dort wurde nach ersten Erkenntnissen niemand verletzt. Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nachtstunden an.

Im Raum Duisburg herrschte nach Angaben eines nordrhein-westfälischen Polizeisprechers auf den Straßen und Autobahnen "Land unter". Es kam zu mehreren hundert Einsätzen. Auch im Rhein-Sieg-Kreis hatten heftige Regenfälle Keller und Straßen überflutet.

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