Südafrika-Reise
Michelle Obama besucht Nelson Mandela

Die Obamas besuchen Südafrika und natürlich darf dabei auch der obligatorische Besuch bei Nelson Mandela nicht fehlen. Dabei wäre das Treffen der First Lady mit dem Nationalheld beinahe gescheitert.
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JohannesburgDie amerikanische First Lady, Michelle Obama, hat zum Auftakt ihrer Südafrika-Reise den Nationalhelden Nelson Mandela besucht. Der kurze Höflichkeitsbesuch am Dienstag im Hause des 92 Jahre alten Friedensnobelpreisträgers in Johannesburg stand bis zuletzt wegen seines angegriffenen Gesundheitszustands in Frage. Michelle Obama war zuvor im Präsidentenpalast von Pretoria von der dritten Ehefrau von Präsident Jacob Zuma, Nompumelelo Zuma, empfangen worden. Bei dem Gespräch sei es vor allem um die Perspektiven von Frauen und jungen Menschen gegangen, so das südafrikanische Präsidentenamt. 

Michelle Obama, die von ihrer Mutter Marian Robinson (73), ihren beiden Töchtern Malia (12) und Sasha (10) sowie zwei Neffen begleitet wird, möchte mit ihrer sechstägigen Reise die wachsende Bedeutung Afrikas unterstreichen. Der Kontinent spiele eine „fundamentale Rolle in einer mit einander verwobenen Welt“, sagte sie in einer Video-Ansprache kurz vor der Reise. „Bei den globalen Herausforderungen wie Klimawandel, Armut, Extremismus oder Krankheiten sieht die Welt in Afrika einen wichtigen Partner.“ 

Obama traf am Dienstag auch mit etwa 100 jungen Frauen in Führungspositionen zusammen, die an einer Veranstaltung der US-Botschaft in Pretoria teilnahmen. Danach besuchte sie mit ihren Angehörigen die Nelson Mandela Stiftung. Sie wurden dort von Mandelas Frau, Graca Machel, begleitet. Auf dem Programm stand ebenfalls ein Gang durchs Apartheid-Museum in Johannesburg. 

Die First Lady möchte mit ihrem Besuch auch die Unterstützung des US-Präsidenten für Demokratie und Entwicklung in Afrika bestärken, heißt es auf der Website des Weißen Hauses. Im Zentrum der Reise in Südafrika und Botsuana werden vor allem die Begegnungen mit jungen Menschen und Frauen sowie Besuche von Gesundheitseinrichtungen stehen. Geplant ist auch ein Abstecher auf die Gefängnisinsel Robben Island nahe Kapstadt, wo Mandela 18 seiner 27 Jahre in Haft während der rassistischen Apartheid-Zeit verbrachte. Die Reise endet mit einer privaten Safari in Südafrika. 

Es ist die zweite große Auslandsreise Michelle Obamas. 2010 hatte sie mehrere lateinamerikanische Staaten besucht. Präsident Barack Obama, dessen verstorbener Vater aus Kenia stammte, hat während seiner Amtszeit erst einmal Afrika besucht. Im Juli 2009 beendete er einen Europabesuch mit einem Abstecher nach Ghana.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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