Süddeutschland
Vogelgrippe hält sich hartnäckig

Die Vogelgrippe ist noch nicht besiegt. In Süddeutschland werden neue Fälle bei Wildvögeln gemeldet.

HB BERLIN. „Bayern gehört dazu, in Baden-Württemberg beobachten wir am Bodensee eine Konzentrierung“, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, der Zeitung „Die Welt“ (Donnerstag). In Schleswig- Holstein gebe es einige Funde bei Rendsburg. Aus Mecklenburg- Vorpommern, wo die Vogelgrippe auf Rügen im Februar bundesweit zuerst ausgebrochen war, wurden seit vier Wochen keine neuen Fälle gemeldet.

Die Herkunft der Viren in Deutschland werde „nie mit absoluter Gewissheit“ geklärt werden können, sagte der Institutspräsident. Er gehe aber davon aus, dass Zugvögel aus dem Osten das Virus im Herbst 2005 nach Europa eingeschleppt hätten. Es habe sich schneller nach Westen ausgebreitet als erwartet. Die gefährliche Variante des Virus H5N1 könne inzwischen nach zwölf Stunden nachgewiesen werden, was im Februar noch bis zu einer Woche gedauert habe. Zugvögel aus dem Süden haben die Lage laut Mettenleiter nicht wie befürchtet verschärft.

Eine Zulassung für einen Impfstoff für Geflügel gegen die Vogelgrippe ist nach Ansicht des Wissenschaftlers innerhalb von fünf Jahren möglich. Die ersten Testergebnisse auf der Insel Riems seien viel versprechend. Er sprach sich für EU-weite Regelungen aus. „Deutschland kann ohnehin nicht im Alleingang Nutzgeflügel impfen.“

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