Super-GAU in Japan
Japan verliert den Kampf gegen die Zeit

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KyotoDie Zerstörungen am japanischen Kernkraft Fukushima Daiichi schreiten weiter voran. Das Augenmerk liegt derzeit wieder auf Block drei. Offenbar ist der Druckbehälter des Meilers beschädigt. „Es könnte radioaktiver Dampf entwichen sein“, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Mittwochmittag (Ortszeit) in Tokio.

Im Reaktor zwei des japanischen Atomkraftwerks Fukushima I soll es nach Angaben des Betreibers Tepco allerdings eine gewisse Entspannung geben. Der Druck sei zurückgegangen und die Temperaturen hätten sich stabilisiert, teilte der Energiekonzern am Mittwoch mit. Die Lage im Reaktor vier nannte das Unternehmen dagegen „nicht so gut“. Priorität habe derzeit allerdings die Situation im Reaktor drei.

Die Lage in Block vier ist jedoch in der Tat gefährlich: Verbrauchte Brennstäbe in seinem Abklingbecken sind wegen mangelnder Kühlung wieder aktiv. Sie waren erst kürzlich aus dem Reaktor entnommen worden und sollten hier ruhen, bis sie zum Abtransport bereit waren.

Doch offenbar ist der Kernbrennstoff in den Stäben noch hochaktiv. Nachdem eine Explosion gestern zwei meterlange Löcher in die Wand des Gebäudes von Block vier gerissen hat, berichtet die Betreiberfirma heute von Bränden in der Anlage.

Die immer noch heißen Brennstäbe sind offenbar nur noch teilweise mit Wasser bedeckt. Große Hitze erlaubt dabei die Aufspaltung des umgebenden Wasserdampfs in Sauerstoff und explosiven Wasserstoff.

Das Abklingbecken befindet sich außerhalb des Containments. Wegen der mangelnden Abschirmung gilt die Kettenreaktion in Block vier auch als Ursache für ein Hochschnellen der Strahlungswerte auf dem Gelände.

Auch Block fünf bereitet inzwischen Sorge. Der Reaktor war zwar am Tag des Erdbebens für Wartungsarbeiten heruntergefahren worden. Doch Kühlung braucht der Reaktor trotzdem – und jetzt sinkt der Wasserstand im Druckbehälter, wie Betreiber Tokyo Electric Power (Tepco) mitteilt. Dieser Zustand ist auch der laufenden Kernschmelze in den Blöcken eins bis drei vorausgegangen.

Die Einsatzkräfte leiten weiterhin Meerwasser in die Druckgefäße der drei Reaktoren, die als erste in einen gefährlichen Zustand übergegangen sind. In Block eins liege die Zerstörung der Brennstäbe bei 70 Prozent, in Block zwei bei einem Drittel, schätzt Tepco.

Das Einleiten von Meerwasser gilt als letzte Notmaßnahme, wenn alle regulären Kühlmöglichkeiten versagen. Bis der Kern zur Ruhe kommt, können bei dieser mangelhaften Methode Tage oder Wochen vergehen. So lange müssen die Bedienmannschaften durchhalten.

Das japanische Fernsehen betont weiterhin in verblüffenden Maße beruhigende Informationen und weist beispielsweise auf die immer noch niedrigen Strahlenwerte in Tokio hin. Die japanischen Tageszeitungen zeigen sich dagegen in ihren gedruckten Ausgaben am Mittwoch erstmals sichtlich nervös. 

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Die Hoffnung ist gering

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Die Bevölkerung bleibt ruhig

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  • wir können ja mal die merkel nach japan schicken,für einen kleinen vorgeschmack.weil in deuschland steht der super gau vor der haustüre.gezeichnet hochachtungsvoll JENSEITZ (VON GUT UND BÖSE)

  • Hochachtung für die arbeitenden Kraftwerksbesatzungen in Fukushima. Ich bewundere das japanische Volk wie ohne Schnellschüsse mit derartigen Ereignissen umgegangen wird.
    Jedem Kind ist klar, dass Strom aus der Steckdose kommt, vielen Älteren ist nicht klar, dass dafür an irgendeiner Stelle etwas getan werden muss. Wir können z.Z. weder einen Bahnhof, eine Hochspannungsleitung geschweige denn ein Kraftwerk bauen, da niemand so was vor der Haustür haben möchte. Vielleicht gibt es genügend grünen Strom im Ausland für unseren Wohlstand zu kaufen.
    Ich bin gespannt, wer sich diesen (Strom)dann noch leisten kann.
    Ohne Wohlstand gibt es auch keine Schäden.

  • @kschoen und Samuel
    Na, wer hat denn eurer Meinung nach da die Zügel in der Hand? Wer benutzt denn skalare Waffen und Haarp-Systeme? Und wer soll davon profitieren, wenn AKWs hochgehen?
    Also meine Herren, "Butter bei die Fische": Wer ist es?

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