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Sylt: Tausende Jugendliche folgen Internet-Partyaufruf

Nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hatte, wollte ein 26-Jähriger aus Busdorf bei Schleswig eigentlich nur eine Party mit rund 100 Bekannten feiern. Seinem Internet-Aufruf, eine Party auf Sylt zu feiern, folgten dann jedoch deutlich mehr: Mehr als 13 000 Menschen meldeten sich an.

Partygäste kommen am Samstag in Westerland auf Sylt am Bahnhof an. Quelle: dpa
Partygäste kommen am Samstag in Westerland auf Sylt am Bahnhof an. Quelle: dpa

HB WESTERLAND. Sonne, Strand und Feiern bis zum Umfallen: Tausende Party-Willige haben am Samstag die Nordseeinsel Sylt geentert. Bis zu 13 000 junge Menschen wollten einem Internet-Aufruf folgen und eine große Strandparty in Westerland feiern. "Wir haben Cola-Korn in Plastikflaschen. Den ersten Korn habe ich um halb elf getrunken", sagte Sandra (27), die mit Initiator Christoph Stüber um 14.39 Uhr mit dem Zug in Westerland ankam.

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Nachdem sich seine Freundin von ihm getrennt hatte, hatte der 26 Jahre alte Stüber aus Busdorf bei Schleswig eigentlich nur eine Party mit rund 100 Bekannten feiern wollen. Dazu startete er einen Aufruf dem sozialen Netzwerk "MeinVZ" im Internet - mehr als 13 000 Menschen meldeten sich zu der Party an.

Stüber ging am Samstag von etwa 6000 Teilnehmern aus. "Ich bin nur einer von vielen. Hauptsache ist: Alles bleibt friedlich", betonte er. Spontan ließen ihn seine "Fans" bei seiner Ankunft hochleben. Die Menge sollte sich um 20.00 Uhr am Bahnhof sammeln, um gemeinsam an den Strand zu ziehen. Für den zuvor arbeitslosen Stüber hat sich der Aufruf schon gelohnt. Durch seine Medienpräsenz habe er einen Job in der Redaktion eines Monatsmagazins bekommen, erzählte er.

Die Party folgt dem Prinzip des "Flashmob": Es gibt also keinen Veranstalter und jeder kann spontan teilnehmen. Bereits im Vorfeld hatte der Aufruf für Aufsehen gesorgt: Die Polizei war in Alarmbereitschaft und hatte Verstärkung vom Festland geordert. Die Bahnunternehmen Deutsche Bahn und Nord-Ostsee-Bahn warnten für den gesamten Tag vor überfüllten Zügen.

Auch die Sylter stellten sich auf das Ereignis ein: "Unsere Lager sind voll. Wir gehen davon aus, dass 13 000 Menschen hier gleichzeitig einen Hamburger bestellen", sagte ein Mitarbeiter eines Schnellrestaurants in der Fußgängerzone. Die Gemeinde stellte Rettungsschwimmer und Sanitätszelte bereit, das Krankenhaus wurde vorbereitet. Zudem seien rund 20 Toilettenhäuschen aufgestellt worden, sagte der Sylter Ordnungsamtsleiter Hans Wilhelm Hansen.

Die ersten 500 jungen Menschen waren nach Berichten der Polizei bei Wind und sonnigem Wetter bereits am Samstagmorgen auf Sylt angekommen. Mit Alkohol und lauter Musik zogen sie durch die Fußgängerzone. Maren (22) aus Hamburg sagte bei ihrer Ankunft: "Wir wollen feiern und eine Riesen-Party mit vielen Leuten."

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