Täter erbeuteten fast 40 Millionen
Spektakulärer Bankraub vor Aufklärung

HB BELFAST. Nach knapp einjährigen Ermittlungen steht der größte Bankraub in der Geschichte Nordirlands möglicherweise vor der Aufklärung: Ein Angestellter des Kreditinstituts wurde wegen des Verbrechens angeklagt, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Der 24-jährige Mitarbeiter der Northern Bank in Belfast hat bislang angegeben, die Täter hätten seine Familie als Geiseln genommen und ihn gezwungen, ihnen ihre Beute - 26,5 Mill. Pfund (rund 38 Mill. Euro) - auszuhändigen.

Den Medien hatte der Bankangestellte erklärt, einen Tag vor dem Überfall am 20. Dezember 2004 seien Bewaffnete in sein Haus eingedrungen. Sie hätten gedroht, ihn und seine Familie zu töten, sollte er ihnen in nicht beim Ausräumen des Tresors helfen. Die Räuber hätten auch einen zweiten Angestellten bedroht und dessen Frau als Geisel genommen. Im Haus des Kollegen seien sie beide anschließend instruiert worden, wie sie den Alarm in der Bank umgehen konnten. Nach Geschäftsschluss des folgenden Tages seien sie gezwungen worden, den Tätern den zentralen Tresor aufzuschließen.

Die britische und die irische Regierung machten die Irisch-Republikanische Armee (IRA) für den Raub verantwortlich. Die Untergrundorganisation hat dies zurückgewiesen. Der Friedensprozess für Nordirland ist seit dem Überfall weiter in die Sackgasse geraten.

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