Taiwan im Visier
Eskalation der SARS-Lage

Ein sprunghafter Anstieg neuer Infektionen mit der lebensgefährlichen Lungenkrankheit hat die SARS-Krise in Taiwan eskalieren lassen. Die Gesundheitsbehörden berichteten am Donnerstag mit 65 neuen Erkrankungen doppelt so viele Fälle wie am Vortag. Acht Menschen starben. Mit 483 Infektionen und 60 Toten nimmt Taiwan weltweit den dritten Platz nach China und Hongkong ein.

HB/dpa TAIPEH. Um das Schwere Akute Atemwegssyndrom (SARS) in den Griff zu bekommen, richtet die Regierung zehn spezielle Krankenhäuser für die Behandlung von Patienten ein, berichtete der Regierungssprecher. Fünf militärische und fünf zivile Hospitäler mit insgesamt 800 Betten werden dafür umfunktioniert und sollen bis Mitte Juni bereit stehen.

Taiwan hatte am 14. März seinen ersten SARS-Fall berichtet, als ein Reisender nach der Rückkehr aus Südchina erkrankte. In der ersten Welle erkrankten meist Besucher von außerhalb, doch begann Mitte April eine zweite Welle lokaler Infektionen vor allem in Krankenhäusern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) macht dafür Fehler in der Isolierung der Patienten insbesondere in Notaufnahmen verantwortlich. Einige Krankenhäuser vertuschten auch Fälle, weil sie fürchteten, dass normale Patienten sich bei ihnen nicht mehr in Behandlung begeben würden.

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