Taluva
Bauen auf dem Vulkan

Auf der Südseeinsel Taluva herrschen ungünstige Wohnbedingungen. Gleich mehrere Vulkane birgt die Insel – und deren ständige Ausbrüche verwehren den Ureinwohnern ein ruhiges Leben. Kaum haben sie eine Hütte gebaut, brennt die glühende Lava alles weg, und eine neue Landschaft entsteht. Und doch verlieren die Menschen nicht den Mut – wieder und wieder bauen sie Hütten, Tempel und Türme und trotzen damit der Urgewalt der Natur.

DÜSSELDORF. Abenteuerlich ist die Geschichte des Spiels „Taluva“ und ähnlich abenteuerlich gestaltet sich auch der – zugegeben hoch strategische – Ablauf . Als Vertreter der Ureinwohner versuchen wir, geschlossene Siedlungen zu bauen. Solche Siedlungen bestehen jeweils aus einer oder mehreren Hütten, Türmen und Tempel. Ziel des Spiels ist es, so viele Türme, Tempel und Hütten zu bauen wie möglich.

Doch die Insel ist ständig der Veränderung unterworfen. Durch Vulkanausbrüche entstehen stets neue Ebenen mit neuen Landschaften, die Insel wächst in die Höhe und in die Breite. Für unsere Zivilisation ist dieser Nachteil auch von Vorteil. Denn auf der winzigen Insel zu Spielbeginn könnten wir kaum siedeln. Mit Hilfe der Vulkanausbrüche erweitern wir das Gebiet – und schaffen so Platz für neue Siedlungen.

Mit Hilfe der Vulkane entstehen aber auch neue Ebenen, die wir brauchen, wenn wir Türme bauen wollen – denn sie müssen per Gesetz auf einem Hügel stehen. Ebenso schreibt das Gesetz vor, dass Tempel nur in entsprechend großen Siedlungen entstehen können.

Schon nach wenigen Zügen erkennen wir, dass das Siedeln auf dieser bewegten Insel eine echte Aufgabe ist – schon gar, weil unsere Gegner unsere Hütten durch gezielte Vulkanausbrüche auch schnell wieder dem Erdboden gleich machen. Wer sich da schon nach wenigen Zügen als Tempelbesitzer sah, wird schnell eines Besseren belehrt.

Auf den ersten Blick scheint Taluva schon wegen der sehr übersichtlichen Regel eher belanglos. Doch schon die erste Runde zeigt die außergewöhnliche Tiefe dieses Spiels, das hauptsächlich von der Interaktion lebt. Während es erst scheint, als ob jeder einfach nur seine Siedlung baut, sehen wir schon nach wenigen Zügen, dass wir uns im Dauer-Dilemma befinden.

Jedes Landschaftsplättchen schafft auch neuen Lebensraum für die Gegner. Und alle Vulkanausbrüche der Gegner bedrohen unsere eigenen Siedlungen. So können wir von Runde zu Runde kaum planen, wie wir unsere Position ausbauen – es reicht schon, wenn wir überleben. Das alleine werten wir schon als Sieg.

Taluva
Hans im Glück
2 – 4 Spieler ab 10 Jahren
ca. 45 min
ca. 24 Euro

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