Tarifstreit
11 000 Erzieher im Kita-Streik

Ein schwerer Tag für Eltern, vor allem für Alleinerziehende: In vielen Teilen Deutschlands mussten Kinde heute zuhause bleiben, denn Kindergärten und-tagesstätten bleiben dicht, weil 11000 Erzieher in mehreren Bundesländern ihre Arbeit niedergelegt haben.

HB BERLIN. "Wir haben eine höhere Streikbeteiligung, als wir ursprünglich gedacht haben", sagte eine Sprecherin der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi am Freitag in Berlin. Die Eltern hätten sich sehr gut auf die Streiks eingestellt und meist andere Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder organisiert.

Ein Streik-Schwerpunkt war Nordrhein-Westfalen, auch in Rheinland- Pfalz, Schleswig-Holstein, Hessen, Bremen und Baden-Württemberg mussten hunderte kommunale Kitas geschlossen bleiben. Allein in Ulm waren 20 von 22 Einrichtungen betroffen. Der Ulmer Oberbürgermeister Ivo Gönner (SPD) kritisierte den Streik: "Die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen sind alles andere als unmenschlich", sagte Gönner der Deutschen Presse-Agentur dpa. Angesichts des dramatischen Rückgangs der Steuereinnahmen könnten Städte und Gemeinden nicht noch mehr Geld für die Kinderbetreuung aufwenden.

Zusammen mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) will Verdi einen tarifvertraglich geregelten Gesundheitsschutz für 220 000 Erzieher und Sozialarbeiter bei den Kommunen durchsetzen. Die Arbeitgeber werfen den Arbeitnehmervertretern vor, es gehe ihnen gar nicht um Gesundheitsschutz, sondern um bessere Bezahlung. Ver.di- Bundesvorstand Achim Meerkamp sagte im ARD -"Morgenmagazin", seine Gewerkschaft sei auf eine längere Auseinandersetzung eingestellt.

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