Tatmotiv weiterhin unklar: Schock nach Tod des Skyguide-Fluglotsen

Tatmotiv weiterhin unklar
Schock nach Tod des Skyguide-Fluglotsen

Der diensthabende Fluglotse, der den Flugraum während des Flugzeug-Unglücks vom Bodensee im Juli 2002 kontrollieren sollte, wurde am Dienstagabend von der Schweizer Polizei erstochen aufgefunden. Die Angehörigen der russischen Opfer zeigten sich ebenso schockiert, wie die Schweizer Fluglotsen. Diese reduzierten den Flugverkehr in Zürich drastisch.

HB ZÜRICH/MOSKAU. Wie ein Sprecher der Schweizer Polizei am Dienstag mitteilte, fahnde sie nach einem Mann im Alter von Anfang 50 Jahren, der gebrochen Deutsch spreche. Der Fluglotse wurde von einem Mann aufgesucht und nach einer kurzen Unterredung erstochen, hieß es. Trotz einer sofort eingeleiteten Großfahndung hat die Polizei bislang keine weiteren Erkenntnisse. Auch sei weiterhin völlig unklar, ob die Tat mit dem Flugzeugunglück im Zusammenhang stehe.

Der getötete Fluglotse war während der Flugzeugkollision vom Bodensee im Juli 2002 im Dienst. Bei dem Zusammenstoß einer russischen Passagiermaschine des Typs Tupolew mit einer US-Frachtmaschine des Typs Boeing 757 waren alle 71 Insassen ums Leben gekommen, die meisten Opfer waren Kinder und Jugendliche aus Russland.

Der Fluglotse arbeitete für die Schweizer Flugsicherung Skyguide, die für die Überwachung des Luftraums über dem Bodensee verantwortlich war. Nach dem Unglück war Skyguide kritisiert worden, da der Fluglotse zu dem Zeitpunkt der Kollision die Radaranlage alleine überwachte, während sein Kollege Pause machte.

Seite 1:

Schock nach Tod des Skyguide-Fluglotsen

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%