Tatort Autobahnbrücke
Wenn Steine und Betonklötze den Tod bringen

Unbekannte Betonklotz-Werfer haben auf einer dänischen Autobahn eine 33-jährige Frau aus Recklinghausen getötet. Es war nicht das erste Mal, dass der Wurf von Gegenständen von Autobahnbrücken tödlich endete.

BerlinImmer wieder werfen Menschen Steine, Gullydeckel, Beton- und Holzklötze oder andere Gegenstände von Brücken auf fahrende Autos und verursachen damit schwere Unfälle. Dass dies im schlimmsten Fall sogar als Mord gewertet werden kann, zeigt ein spektakulärer Fall aus dem Jahr 2008.

Am Ostersonntag hatte ein Mann damals einen Holzklotz von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg geworfen. Der Klotz durchschlug die Windschutzscheibe eines Autos und tötete eine Frau vor den Augen ihres Mannes und ihrer beiden Kinder. Ein Gericht verurteilte den Täter im Mai 2009 wegen Mordes, dreifachen versuchten Mordes und vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr zu lebenslanger Haft.

Im Februar 2000 töteten drei Schüler bei Darmstadt zwei Frauen mit einem mehr als acht Kilogramm schweren Brocken und einem Pflasterstein. Das Urteil: Sieben bis achteinhalb Jahre Haft. Fünf Jahre zuvor warf ein 20-Jähriger einen 20 Kilogramm schweren Feldstein von einer Brücke in Brandenburg auf einen Lastwagen - und tötet den Beifahrer. Der Täter wurde zu acht Jahren Jugendstrafe verurteilt. Im August 2015 warfen Unbekannte im Osten Bayerns einen Gullydeckel auf die Autobahn, verletzt wurde niemand.

Sorgen bereitet, dass es auch immer wieder Nachahmer gibt. Am frühen Sonntagmorgen kam es wieder zu einem solchen Unglück - mit tödlichen Folgen. Im Süden Dänemarks starb eine Deutsche, als Unbekannte einen Betonklotz auf das Auto der Familie aus Nordrhein-Westfalen warfen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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